Bei Luftangriffen auf afghanische Grenzprovinzen sind nach Angaben der Taliban-Regierung mindestens 13 Menschen getötet worden, darunter zahlreiche Kinder. Die Angriffe in den Provinzen Kunar, Chost und Paktika sollen eine Reaktion Pakistans auf zuvor gemeldete Attacken der pakistanischen Taliban (TTP) gewesen sein. Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Islamabad und Kabul wurden dadurch weiter belastet.
Schwerste Angriffe seit Wochen
Die afghanische Taliban-Regierung hat Pakistan vorgeworfen, am späten Dienstagabend Luftangriffe auf die Grenzprovinzen Kunar, Chost und Paktika geflogen zu haben, bei denen mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen sein sollen. Ein Taliban-Sprecher erklärte, unter den Toten seien elf Kinder, eine Frau und ein älterer Mann. 14 weitere Frauen und Kinder seien verletzt worden.
Der Sprecher verurteilte die Angriffe als „humanitäres Verbrechen“ und „Akt der Aggression“. Den Angaben zufolge handelte es sich um die schwersten Luftschläge in der Region seit Wochen.
Reaktion auf mutmaßliche TTP-Angriffe
Die Luftangriffe waren offenbar eine Reaktion auf mutmaßliche Angriffe der pakistanischen Taliban (TTP) auf einen Sicherheitsposten in der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Bei den anschließenden Gefechten wurden nach Angaben des pakistanischen Innenministeriums sechs Angehörige einer paramilitärischen Einheit getötet und mehrere weitere verletzt.
Angespannte Beziehungen zwischen Islamabad und Kabul
Die Beziehungen zwischen Islamabad und Kabul gelten seit der erneuten Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 als angespannt. Ende Februar eskalierte die Gewalt, nachdem Afghanistan als Vergeltung für pakistanische Luftangriffe einen Angriff über die Grenze hinweg gestartet hatte.
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