Russlands Präsident Wladimir Putin hat auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg den Westen scharf attackiert und insbesondere die europäische Sanktionspolitik verurteilt. Gleichzeitig äußerte er sich nicht zu einem offenen Brief des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, in dem dieser ein persönliches Treffen zur Beendigung des Krieges vorgeschlagen hatte.
Vorwürfe gegen „europäische Elite“
Auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg griff Wladimir Putin die Politik westlicher Staaten scharf an. Er warf der „europäischen Elite“ vor, durch Sanktionen und die Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte, die er als „Diebstahl“ bezeichnete, die Stellung des US-Dollars und des Euros unwiderruflich beschädigt zu haben. So könne jedes Land, einschließlich Russland, jederzeit den Zugang zu seinen Dollar- und Euro-Vermögenswerten verlieren, sagte er weiter.
Der russische Präsident erklärte zudem, dass die Welt sich in Richtung einer multipolaren Ordnung bewege und die westliche Dominanz im globalen Handelssystem abnehme. Er kritisierte die europäische Politik, die seiner Meinung nach gezielt für „Instabilität“ sorge.
Brics-Staaten laut Putin im Aufwind
Putin hob in seiner Rede hervor, dass der Beitrag der Brics-Staaten, zu denen Russland, China, Indien, Brasilien und Südafrika gehören, zum globalen Wirtschaftswachstum inzwischen größer sei als der der G7-Staaten. Dies stellte er in den Zusammenhang mit der von ihm beschriebenen Verschiebung der globalen Kräfteverhältnisse und dem Bedeutungsverlust westlicher Währungen und Institutionen.
Selenskyjs Vorschlag für Treffen bleibt unerwähnt
Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte kurz zuvor in einem offenen Brief ein persönliches Treffen mit Putin zur Beendigung des Krieges vorgeschlagen. Allerdings sparte der Kremlchef dieses Thema in seiner Rede aus. Bereits im Vorfeld hatte der Kreml zunächst zurückhaltend auf den Vorstoß aus Kiew reagiert.
✨ mit KI bearbeitet