In mehreren Ländern Südeuropas wüten weiterhin schwere Waldbrände, die Tausende Menschen zur Flucht
In der Türkei kämpfen Einsatzkräfte seit Dienstag gegen Brände in der Touristenregion Antalya, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Einige Wohngebiete wurden vorsorglich evakuiert, und mehrere Häuser brannten nieder. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sprach von 90 neuen Brandherden, von denen die meisten unter Kontrolle gebracht worden seien. Auch in den Provinzen Balikesir, Kütahya und Mugla wurden Feuer gemeldet. In der Provinz Muğla musste ein Krankenhaus evakuiert werden, und die Straße zwischen Fethiye und Antalya wurde aufgrund starker Rauchentwicklung gesperrt.
Großbrand hält Einsatzkräfte in Atem
In Frankreich und Spanien dauert die Brandbekämpfung ebenfalls an. Im südfranzösischen Departement Var brach ein neues Feuer aus, das bereits 100 Hektar Fläche erfasste und zur Evakuierung von über 600 Menschen führte. Auch im Wald von Fontainebleau und in Burgund gab es Brände, wobei im letzteren Fall 125 Hektar betroffen waren. An der Atlantikküste bei Bordeaux kämpft die Feuerwehr weiterhin gegen neu aufflammende Brandherde, die zuvor bereits 42.000 Hektar verwüstet hatten. In Spanien brach in einem Nationalpark an der Grenze zu Portugal ein schweres Feuer aus, das zur Evakuierung von zwölf Ortschaften führte. Etwa 950 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Ministerpräsident Pedro Sánchez warnte vor einer äußerst angespannten Waldbrandlage und rief die Bevölkerung zu Vorsicht auf.