Gut zehn Monate nach der Grundsteinlegung ist beim Neubau der Michaelisschule in Oesede Richtfest gefeiert worden. Im kommenden Jahr soll die neue vierzügige Grundschule mitsamt Jugendtreff in Betrieb gehen.
Mehr als 15 Jahre bis zum Neubau
Rund 60 geladene Gäste kamen Mitte August im Rohbau der künftigen Aula zusammen. Für die Stadt Georgsmarienhütte markiert das Richtfest einen weiteren wichtigen Schritt bei einem Projekt, dessen Planung sich über viele Jahre hingezogen hat.
ZGM-Leiter Anton Hornstein erinnerte daran, dass bereits bei der alten Michaelisschule eine Aula vorgesehen gewesen sei, diese jedoch nie gebaut wurde. Im Neubau wird sie nun Teil des Schulkonzepts. Die bestehende Michaelisschule sei inzwischen deutlich in die Jahre gekommen. Mehr als 15 Jahre hätten die Überlegungen über die Zukunft der Schule bis zur Umsetzung des Neubaus gedauert. Nun entstehe ein moderner Bildungsstandort, dessen Bautyp laut Hornstein im Landkreis Osnabrück bislang einzigartig sei.
Auch Bürgermeisterin Dagmar Bahlo sprach von einem steinigen Weg, der sie über ihre gesamte Amtszeit begleitet habe. Trotz der hohen Investitionskosten sei die Entscheidung für einen Neubau richtig gewesen. „Wir bauen hier nicht, weil es schön wäre, sondern weil es notwendig ist“, betonte Bahlo. Der Neubau sei zugleich ein Signal gegen den Sanierungsstau und für Investitionen in die Zukunft der Stadt.
Schule und Jugendtreff unter einem Dach
Auch bei Schulleitung und Jugendarbeit ist die Vorfreude groß. Schulleiterin Ellen Ostermann bezeichnete den Neubau als „Wendepunkt in der Geschichte der Schule“. Besonders wichtig sei gewesen, dass die Michaelisschule von Beginn an in die Planungen einbezogen worden sei.
Zum Ensemble gehört auch der neue Michaelistreff. Der Jugendtreff wird künftig von der AWO betrieben. Schule und Jugendtreff seien dabei keine Gegensätze, sondern beides Orte der Begegnung sowie Lern- und Lebensräume, erklärte AWO-Fachbereichsleiter Christian Lienemann.

Ein Blick von oben: Weite Teile des Daches sind bereits fertiggestellt. Im Bereich des Jugendtreffs (rechts im Bild) sind auch schon die ersten Fenster eingebaut worden. / Foto: Stadt Georgsmarienhütte/ Niklas Otten
Rohbau weitgehend fertig
Nach Angaben des Architektenbüros BKS Architekten ist der erweiterte Rohbau inzwischen weitgehend abgeschlossen. Im Jugendtreff sind bereits erste Fenster eingesetzt, zudem haben die Innenputzarbeiten begonnen.
Auch die Grobinstallationen für Elektrik, Lüftung, Sanitär und Heizung sind im Gebäude bereits vorhanden.
Fünf Cluster statt langer Schulflure
Schon jetzt lässt sich in den künftigen Klassenräumen das besondere Konzept der Schule erkennen. Statt langer Flure mit einzelnen Klassenräumen setzt der Neubau auf eine sogenannte Cluster-Struktur.
Vorgesehen sind fünf quaderförmige Bereiche mit jeweils eigenen „Marktplätzen“. Diese schließen wiederum an den zentralen Eingangsbereich mit Aula und Mensa an.
Das zweigeschossige Gebäude wird in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet und eine Nettogrundfläche von rund 5.300 Quadratmetern haben. Geplant sind 16 Klassenräume, elf Differenzierungsräume, fünf Teamräume sowie sechs Ganztags- beziehungsweise Fachräume. Gebaut wird im KfW-40-Standard.
Schülerinnen und Schüler stimmen sich auf neue Schule ein
Auch die derzeit rund 130 Schülerinnen und Schüler der Michaelisschule waren beim Richtfest dabei. Für die Feier hatten sie zwei Lieder einstudiert und den Gästen vorgetragen.

Erste Musik in der neuen Aula: Zum Richtfest hatten die Schülerinnen und Schüler der Michaelisschule zwei Lieder eingeübt. / Foto: Stadt Georgsmarienhütte/ Niklas Otten
Bis sie die neue Schule tatsächlich beziehen können, dauert es noch einige Monate. Läuft alles nach Plan, soll der Neubau im Laufe des kommenden Jahres in Betrieb gehen.
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