Einen Tag vor der Kommunalwahl wird es am heutigen Samstag (12. September) in der Osnabrücker Innenstadt noch einmal politisch. Gleich zwei Bündnisse haben zu Veranstaltungen aufgerufen: Am Vormittag werben kirchliche und zivilgesellschaftliche Organisationen auf dem Domplatz für „Demokratie und Vielfalt“, am Abend zieht eine antifaschistische Demonstration vom Theater aus durch die Stadt.
Am Sonntag entscheiden die Osnabrücker über die neue Zusammensetzung des Stadtrats und darüber, wer künftig an der Spitze des Rathauses steht. Kurz vor Öffnung der Wahllokale nutzen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen den Samstag noch einmal, um ihre politischen Botschaften auf die Straße zu bringen.
Kirchen und Verbände ab 10 Uhr auf dem Domplatz
Bereits um 10 Uhr beginnt auf dem Domvorplatz die Aktion „Deine Stimme für … Demokratie und Vielfalt“. Rund 20 kirchliche und zivilgesellschaftliche Gruppen beteiligen sich daran. Geplant sind bis 13 Uhr Musik, Infostände, Redebeiträge und Mitmachaktionen.
Mit dabei sind unter anderem der evangelisch-lutherische Kirchenkreis und das Bistum Osnabrück sowie verschiedene kirchliche Verbände. Zu den Unterstützern zählen außerdem der DGB, der Stadtjugendring, das Jugendparlament, die „Omas gegen Rechts“, der VPAK und das Bündnis „Osnabrück – bunt und solidarisch“.
Zum Programm gehören auch der Osnabrücker abseits-Chor, Popkantor Jens Niemann mit einem Projektchor und ein ökumenisches Friedensgebet. Inhaltlich wollen die Veranstalter unmittelbar vor der Kommunalwahl für Demokratie und gesellschaftliche Vielfalt werben.
Antifaschistische Demonstration startet am Abend am Theater
Deutlich politischer und kämpferischer kündigt sich eine zweite Veranstaltung für den Abend an. Um 18 Uhr beginnt am Theater die Demonstration „Antifa und Gewerkschaften Hand in Hand – organisiert den Widerstand“.
Aufgerufen hat die antifaschistische Kampagne „Den Rechten die Räume nehmen“. Anlass sind neben der Osnabrücker Kommunalwahl auch die aktuellen Wahlergebnisse und politischen Entwicklungen in anderen Bundesländern. Im Mittelpunkt des Aufrufs steht die Auseinandersetzung mit der AfD. Die Organisatoren beschränken ihre Kritik allerdings nicht auf die AfD. Auch die Politik der Bundesregierung, insbesondere in den Bereichen Migration und Sozialpolitik, wird in dem Aufruf angegriffen. Zugleich richtet sich die Kampagne ausdrücklich an Gewerkschaften und wirbt für einen stärkeren gemeinsamen politischen Widerstand von Gewerkschaften und antifaschistischen Gruppen.
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