Deutscher Tennisstar besiegt Chatschanow und trifft auf Shelton
Alexander Zverev hat sich mit einem nervenstarken Auftritt für das Finale der US Open qualifiziert. Der 29-jährige Hamburger setzte sich im Halbfinale gegen den Russen Karen Chatschanov mit 6:3, 7:6 (9:7), 7:6 (8:6) durch und steht damit zum dritten Mal in diesem Jahr in einem Grand-Slam-Endspiel. Wie der Focus berichtet, könnte Zverev als erster deutscher Mann seit Boris Becker 1989 den Titel in New York holen. T-online betont, dass der Deutsche damit sein drittes Grand-Slam-Finale in Serie erreicht – eine bisher unerreichte Marke für deutsche Tennisspieler.
Zverevs mentale Stärke entscheidet Match
Das Match gegen Chatschanov war zeitweise hochklassig, besonders in den Tie-Breaks zeigte Zverev seine mentale Stärke. Im zweiten und dritten Satz wehrte er jeweils Satzbälle ab und sicherte sich den Sieg. Chatschanov, der als Außenseiter galt, kämpfte sich zwar zurück, doch Zverevs Konzentration in den entscheidenden Momenten machte den Unterschied. Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, hatte Zverev bereits im olympischen Finale von Tokio 2021 gegen Chatschanov gewonnen und sicherte sich damals die Goldmedaille.
Shelton will Zverevs Grand-Slam-Dominanz brechen
Im Finale trifft Zverev auf den US-Amerikaner Ben Shelton, der sich im zweiten Halbfinale gegen seinen Landsmann Frances Tiafoe mit 4:6, 6:3, 6:3, 7:5 durchsetzte. Shelton, der zum ersten Mal in einem Grand-Slam-Finale steht, zeigte sich unbeeindruckt von Zverevs makelloser Bilanz gegen ihn (5:0). „Dieses Turnier ist ein Turnier, in dem ich Sachen zum ersten Mal mache“, sagte Shelton laut Süddeutscher Zeitung. Zverev selbst scherzte, er hoffe, den „amerikanischen Traum“ am Sonntag zu verhindern.
Zverev kritisiert frühe Halbfinale-Ansetzung
Die Organisatoren der US Open hatten Zverevs Halbfinale ungewöhnlich früh angesetzt, was der Deutsche kritisierte. „Ich finde es komisch, dass Leute, die zwei Tage frei haben, nach uns spielen“, sagte er laut Focus. T-online berichtet, dass Zverev diese Ansetzung in seinen zwölf Jahren auf der Tour noch nie erlebt habe. Dennoch zeigte er Verständnis für die Entscheidung, da im späteren Halbfinale zwei US-Spieler aufeinandertrafen.
Grand-Slam-Sieg bringt Zverev Weltranglisten-Sprung
Mit einem Sieg im Finale könnte Zverev nicht nur seinen zweiten Grand-Slam-Titel feiern, sondern auch in der Weltrangliste auf Jannik Sinner aufschließen. Wie die Süddeutsche Zeitung erklärt, würde ein Triumph in New York den Rückstand auf den Italiener von aktuell 5.000 auf unter 2.000 Punkte verringern. Boris Becker lobte Zverevs körperliche Stärke und betonte, dass der Hamburger durch sein hartes Training für solche Momente gerüstet sei.