Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im April deutlich eingetrübt. Das Beschäftigungsbarometer des Ifo-Instituts, das vom "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) veröffentlicht wurde, ist auf 91,3 Punkte gefallen und signalisiert verstärkten Stellenabbau. Besonders betroffen sind Industrie und Handel, während die Bauwirtschaft stabil bleibt und einige freie Berufe Personal aufstocken.
Ifo-Beschäftigungsbarometer fällt deutlich
Die Lage am Arbeitsmarkt in Deutschland ist im April deutlich schlechter geworden, die Unternehmen bauen verstärkt Personal ab. Das zeigt das jüngste Beschäftigungsbarometer, welches das Ifo-Institut für das „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe) berechnet. Es sank im April auf einen Wert von 91,3 – niedriger war der Wert zuletzt im Dezember 2025.
Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Befragungen, beschreibt die Lage gegenüber dem „Handelsblatt“ so: „Der Druck am Arbeitsmarkt nimmt spürbar zu. Viele Unternehmen reagieren mit einem verstärkten Stellenabbau.“ Zudem betont er: „Neueinstellungen bleiben eher die Ausnahme.“ Besserung erwartet der Experte vorerst nicht: „Ohne mehr Planungssicherheit wird sich der Arbeitsmarkt kaum erholen.“
Von Januar bis März hatte der Wert oberhalb von 93 gelegen. Werte unter 100 bedeuten generell, dass mehr Unternehmen planen, Stellen abzubauen, als Mitarbeiter einzustellen. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer basiert laut Ifo-Institut auf rund 9.500 monatlichen Meldungen von Unternehmen zu ihrer Beschäftigtenplanung.
Industrie besonders betroffen, Bauwirtschaft stabil
Am stärksten fällt der Personalabbau in der Industrie aus: Hier ist das Barometer um 20 Punkte gefallen. Ähnlich schlecht ist der Wert im Handel. Im Vergleich dazu fällt das Minus im Dienstleistungssektor noch relativ klein aus. Lediglich in der Bauwirtschaft hat sich die Lage nicht weiter verschlechtert.
Freie Berufe als Ausnahme
Die einzigen, die ein kräftiges Plus beim Personal melden, sind erneut Juristen, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.
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