Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Jana Schimke, fordert mit Blick auf das Spitzentreffen im Kanzleramt ein zügiges Handeln der Ampelkoalition. Sie pocht auf ein neues Arbeitszeitgesetz und warnt vor gewerkschaftlichen Vorschlägen, die aus ihrer Sicht Arbeitskosten und Bürokratie erhöhen würden.
Dehoga fordert Signal für neues Arbeitszeitgesetz
Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Jana Schimke, verbindet mit dem Spitzentreffen im Kanzleramt hohe Erwartungen. „Die Politik muss jetzt liefern. Die Zeit drängt. Wir erwarten, dass die Koalitionsspitzen die vereinbarten Reformen entschlossen voranbringen“, sagte Schimke dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Für besonders dringlich hält sie das geplante Arbeitszeitgesetz. Sie wünsche sich, dass von dem Treffen im Kanzleramt am Mittwoch ein „klares Signal“ für die Einführung einer Wochenarbeitszeit noch vor der Sommerpause ausgehe, so Schimke gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Kritik an Vorschlag zur betrieblichen Altersvorsorge
Zugleich wandte sich Schimke gegen den Vorschlag der DGB-Chefin Yasmin Fahimi, eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge einzuführen. „Sie würde dazu führen, dass Bürokratie und die faktischen Kosten in den Betrieben weiter steigen“, sagte Schimke dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Das werde weder Wachstum noch Beschäftigungsperspektiven bringen. Eine ähnliche Gefahr sieht die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin nach ihren Worten auch bei anderen Vorschlägen, die Arbeit verteuern würden.
Warnung vor "Klassenkampf"
Mit Blick auf die Rolle der Gewerkschaften warnte Schimke vor einer konfrontativen Ausrichtung. „In Sachen Sozialpartnerschaft sei gesagt: Auch eine Gewerkschaft braucht am Ende sichere Arbeitsplätze und eine bessere Konjunktur im Land. Das erreichen wir mit Pragmatismus, nicht aber mit Klassenkampf“, kritisierte Schimke im „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
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