Russland wird in einem neuen EU-Dokument als „unmittelbarste, bedeutendste, direkteste und langfristigste Sicherheitsbedrohung für den europäischen Kontinent“ eingestuft. Das Papier soll nach Angaben der „Welt am Sonntag“ am Montag von den EU-Außenministern in Brüssel verabschiedet und anschließend veröffentlicht werden.
Bedrohungsanalyse des Europäischen Auswärtigen Dienstes
In der von der „Welt am Sonntag“ zitierten Bedrohungsanalyse des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) wird Russland in ungewöhnlich deutlichen Worten als zentrale Gefahr für Europa beschrieben. Die EU-Außenminister wollen das Dokument bei ihrem Treffen in Brüssel beschließen.
Die „Welt am Sonntag“ berichtete unter Berufung auf das als „Common Understanding“ intern bezeichnete Papier, Russland sei die „unmittelbarste, bedeutendste, direkteste und langfristigste Sicherheitsbedrohung für den europäischen Kontinent“. Die Zeitung gab an, das Dokument einsehen zu können.
Langfristige Risiken durch Militarisierung
Weiter heißt es in der Sicherheitsanalyse mit Blick auf Russland, die Militarisierung der Gesellschaft und die Hinwendung zu einer Kriegswirtschaft mit konkreten Ambitionen in strategischen und technischen Schlüsselbereichen wie Weltraum und Nuklearangelegenheiten stelle eine langfristige Bedrohung für die europäische Sicherheit dar, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet.
Rolle der USA als strategischer Partner
Die USA werden in dem Dokument laut „Welt am Sonntag“ als „der wichtigste strategische Partner“ bezeichnet, der derzeit allerdings seine Prioritäten und Stellungen verändere. Im nicht-öffentlichen, geheimen Teil des Dokuments falle das Urteil über die USA jedoch deutlich kritischer aus, berichteten Diplomaten dem Blatt.
