Angesichts der aktuellen Hitzewelle fordert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mehr Schutzmaßnahmen für obdachlose Menschen. Während sich die meisten Bürger in kühle Wohnungen zurückziehen können, fehlt obdachlosen Personen diese Möglichkeit, wie eine DRK-Sprecherin der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe) sagte. Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) mahnt zusätzliche Anstrengungen an und dringt auf mehr Aufklärung über die Gesundheitsgefahren extremer Hitze, insbesondere für besonders gefährdete Gruppen.
Mehr Schutzräume und Trinkbrunnen gefordert
Eine DRK-Sprecherin wies gegenüber der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe) darauf hin, dass die meisten Menschen sich bei hohen Temperaturen in ihre kühle Wohnung zurückziehen könnten. Dies gelte jedoch nicht für obdachlose Personen, die der Sonne ohne Schutz ausgesetzt seien und häufig bereits körperlich geschwächt seien, sagte die Sprecherin.
Nach den Worten der DRK-Sprecherin sollten Städte und Kommunen im Sommer verstärkt kühle Orte bereitstellen oder öffentliche Trinkbrunnen installieren. Davon profitierten alle, so die Sprecherin. Für wohnungslose Menschen sollten zudem auch in den Sommermonaten ausreichend Unterkünfte und Aufenthaltsräume mit angeschlossener Beratung zur Verfügung stehen.
Kritisch äußerte sich die Sprecherin zur finanziellen Ausstattung entsprechender Angebote. Leider sei die staatliche Finanzierung in diesem Bereich in vielen Regionen nicht ausreichend und viele Angebote würden nur in der kalten Jahreszeit betrieben, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe).
SoVD mahnt bessere Aufklärung an
Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), sprach sich derweil für mehr Aufklärung über die Gesundheitsgefahren extremer Hitze aus. Es brauche „niedrigschwellige Informationsangebote sowie konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Hitzeschutzkompetenz in Kitas, Pflegeeinrichtungen und Schulen“, sagte Engelmeier der „Rheinischen Post“.
Zugleich verwies Engelmeier auf Defizite bei der Information besonders gefährdeter Menschen. „Gerade für vulnerable Gruppen ist die Informationslage oft schlecht. Viele wissen nicht, wie sie sich effektiv schützen können“, sagte sie der Zeitung.
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