Der designierte Linken-Chef Luigi Pantisano bekräftigt seine Forderung nach der Abschaffung von Milliardären und kündigt einen entschlossenen Kurs gegen Reiche und geplante Sozialreformen an. Im Gespräch mit der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe) stellt er eine stärkere Verankerung der Partei in Betrieben und bei Arbeitern in Aussicht und warnt vor der AfD als Gefahr für den Wohlstand der arbeitenden Klasse.
Pantisano kündigt Kampf gegen Reiche an
Der designierte Linken-Chef Luigi Pantisano will an seiner Forderung festhalten, Milliardäre abzuschaffen. Die Forderung bleibe aktuell, sagte Pantisano der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Sein Angebot sei, die Arbeiter zu „organisieren, um mit ihnen den Kampf gegen die Reichen zu führen“.
Die Linke werde nach seinen Worten gegen die geplanten Sozialreformen kämpfen. „Wir wollen, dass die Abzocke bei den arbeitenden Menschen beendet wird, und endlich an das Vermögen der Reichen ran“, sagte Pantisano der „Rheinischen Post“. Die AfD bezeichnete er gegenüber der Zeitung als „größte Bedrohung für den Wohlstand der arbeitenden Klasse“.
Stärkere Präsenz in Betrieben angestrebt
Als Ziel gab Pantisano an, die Linke stärker in den Betrieben zu verankern. „Uns ist es bislang nicht gelungen, systematisch an die Werkstore und in die Betriebe zu kommen. Da muss man ehrlich sein“, sagte er der „Rheinischen Post“. Man rede seit vielen Jahren über Arbeiter, sei auch im Austausch mit Gewerkschaften und Betriebsräten.
Pantisano betonte, man müsse sich organisatorisch so aufstellen, dass man stärker zuhöre, von den Arbeitern in den Betrieben lerne und die Partei so entwickle, dass sie sich auch selbst in ihr organisieren können.
Bundesparteitag in Potsdam
Am Freitag will die Linke in Potsdam zu ihrem dreitägigen Bundesparteitag zusammenkommen, auf dem unter anderem die Parteiführung neu gewählt werden soll.
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