Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 1,0 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich kalenderbereinigt ein Plus von 7,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Montag mitteilte.
Deutliche Impulse aus der Automobilindustrie
Der jüngste Anstieg des Auftragsbestands ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wesentlich auf die Entwicklungen in der Automobilindustrie zurückzuführen. Dort legte der Auftragsbestand saison- und kalenderbereinigt um 3,8 Prozent zum Vormonat zu. Im Sonstigen Fahrzeugbau, zu dem Destatis Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge zählt, ergab sich ein Plus von 0,9 Prozent. Positiv auf das Gesamtergebnis wirkte sich zudem der Anstieg in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen aus, der Destatis zufolge bei 2,0 Prozent lag.
Die offenen Aufträge aus dem Inland erhöhten sich im Februar 2026 gegenüber Januar 2026 um 0,7 Prozent. Der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland stieg im gleichen Zeitraum um 1,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.
Unterschiedliche Entwicklung nach Güterart
Bei den Herstellern von Investitionsgütern nahm der Auftragsbestand zum Vormonat Januar 2026 um 1,2 Prozent zu. Im Bereich der Vorleistungsgüter verzeichnete Destatis einen leichten Rückgang des Auftragsbestands um 0,2 Prozent. Bei den Herstellern von Konsumgütern stieg der Auftragsbestand hingegen um 2,4 Prozent. Zum Anstieg bei den Herstellern von Konsumgütern trug nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ein Großauftrag im Bereich Herstellung von technischen Textilien bei.
Längere Reichweite der Aufträge
Die Reichweite des Auftragsbestands im Verarbeitenden Gewerbe stieg im Februar 2026 laut Statistischem Bundesamt (Destatis) auf 8,6 Monate, nach 8,3 Monaten im Januar 2026. Bei den Herstellern von Investitionsgütern erhöhte sich die Reichweite auf 12,0 Monate (Januar 2026: 11,5 Monate). Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern blieb sie unverändert bei 4,5 Monaten. Bei den Herstellern von Konsumgütern stieg die Reichweite auf 3,8 Monate, nach 3,6 Monaten im Januar 2026.
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