Die SPD fordert, den Umgang mit Katastrophen und den Zivilschutz als Unterrichtsfach an Schulen in Deutschland einzuführen. Damit sollen nach Vorstellungen der Partei sowohl das ehrenamtliche Engagement gestärkt als auch die Widerstandskraft der Gesellschaft erhöht werden. Unterstützung erhält die Idee aus dem Bundesinnenministerium, das eine Verankerung der zivilen Verteidigung im Lehrplan anstrebt.
SPD will Katastrophen- und Zivilschutz an Schulen verankern
Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Esra Limbacher begründete den Vorstoß mit den Chancen für die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen und den Nutzen für die Allgemeinheit. „Ein solches Unterrichtsangebot kann Begeisterung für ehrenamtliches Engagement wecken und gleichzeitig die Resilienz unserer Gesellschaft erhöhen“, sagte Limbacher der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).
Limbacher verwies darauf, dass der Katastrophenschutz in Deutschland ganz wesentlich auch Schutz vor Hochwasser und Überschwemmungen sei. Die Wahrscheinlichkeit für gefährliche Starkregenereignisse steige, so Limbacher. Das Bewusstsein von Schülern auch für solche Lagen zu schärfen, sei aus seiner Sicht ein richtiger Ansatz.
Einblick in Arbeit von Feuerwehren und Hilfsdiensten
Nach den Vorstellungen der SPD sollen Schülerinnen und Schüler durch ein entsprechendes Unterrichtsangebot zugleich praxisnahe Einblicke erhalten. Sie würden einen besseren Einblick in die wichtige Arbeit von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen erhalten und könnten so für ein mögliches eigenes Engagement gewonnen werden.
Thema auf der Innenministerkonferenz
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte bei der Vorstellung seiner Zivilschutz-Pläne kürzlich dafür plädiert, den Umgang mit der zivilen Verteidigung im Lehrplan aufzunehmen. Das Thema soll nach seinen Plänen nun auch bei der nächsten Innenministerkonferenz Mitte Juni beraten werden.
✨ mit KI bearbeitet