Speedweek soll Temposünder in Ferienzeit überführen
Ab Montag kontrolliert die Polizei in den meisten Bundesländern verstärkt die Geschwindigkeit auf den Straßen. Die als Speedweek bekannte Aktion läuft eine Woche lang und fällt diesmal in die Ferienzeit, was besonders Urlauber betrifft. Wie die Berliner Zeitung unter Berufung auf den ADAC berichtet, beteiligen sich fast alle Bundesländer – mit Ausnahme von Bayern, Sachsen und dem Saarland. Ziel der Aktion ist es, die Zahl schwerer Verkehrsunfälle zu reduzieren, da unangepasste Geschwindigkeit zu den häufigsten Unfallursachen zählt. Wer zu schnell fährt, muss mit hohen Bußgeldern oder sogar einem Fahrverbot rechnen, wie der Bußgeldkatalog zeigt. Schon ab 26 km/h Überschreitung innerorts kann ein einmonatiges Fahrverbot drohen.
Blitzer bleiben geheim für maximale Wirkung
Die Behörden geben die genauen Standorte der Blitzer nicht bekannt, um die Wirkung der Kontrollen nicht zu beeinträchtigen. In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Fokus auf unfallträchtigen Abschnitten sowie in der Nähe von Schulen, Kindergärten, Altenheimen und Krankenhäusern. In Brandenburg werden laut Peggy Baier, Leiterin der Verkehrspolizei, nicht nur Autobahnen, sondern auch ländliche Bereiche wie Alleen kontrolliert. Die Speedweek ist Teil einer europaweit abgestimmten Aktion des Polizeinetzwerks Roadpol, die jährlich im April und August stattfindet.
Behörden klären die Ursache
Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen unterstreicht die aktuelle Unfallstatistik. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg die Zahl der Verkehrstoten 2025 leicht auf 2.832, was 62 mehr als im Vorjahr sind. Im Vergleich zu 1995, als noch 9.500 Menschen im Straßenverkehr starben, ist der Trend zwar langfristig rückläufig, doch der jüngste Anstieg gibt Anlass zur Sorge. Allein in Baden-Württemberg wurden bei der Kontrollwoche im April 58.347 Verstöße registriert, was die Relevanz der Aktion verdeutlicht.