Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Deutschland fordert der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, mehr Leistungsbereitschaft von Beschäftigten und bessere politische Rahmenbedingungen. In der ntv-Sendung „Blome und Pfeffer“ kritisierte er hohe Kosten für Unternehmen und warf der Bundesregierung fehlendes Handeln bei notwendigen Reformen vor.
Appell an mehr Einsatzbereitschaft
Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), hat angesichts der wirtschaftlichen Lage in Deutschland zu mehr Leistungsbereitschaft aufgerufen. „Wir müssen uns stärker anstrengen“, sagte Kampeter in der Sendung „Blome und Pfeffer“ von ntv am Montag. Gebraucht werde wieder „mehr Bock auf Arbeit“. Das habe „nichts mit Faulheit zu tun“.
Deutschland habe sich nach Ansicht Kampeters zu lange auf den Hartz-IV-Reformen ausgeruht. Das Land glaube noch immer, „wir seien der wettbewerbsfähigste Standort in Europa“, behauptete er in der ntv-Sendung. „Fehlanzeige.“
Hohe Kosten für Unternehmen
Kampeter beklagt zudem hohe Belastungen für Unternehmen in Deutschland. „Wir sind einer der teuersten Standorte, was die Energiekosten angeht. Wir haben sehr, sehr hohe Bürokratiekosten und wir haben sehr hohe Arbeitskosten“, sagte er bei ntv.
Diese Lage könne man nach seinen Worten nur durchhalten, solange Deutschland „auch die besten Produkte hat“. Doch gerade in der Autoindustrie zeige sich, „es gibt auch andere Länder, die vernünftige Autos bauen“.
Kritik an der Bundesregierung
Scharfe Kritik übte Kampeter an der Bundesregierung. Man höre ständig von Reformen, aber tatsächlich beklage man „das Nichthandeln der Regierung sehr deutlich“, sagte er in der Sendung „Blome und Pfeffer“ von ntv. Die Politik müsse für bessere Bedingungen sorgen.
„Wir können die Steuern nicht machen. Wir können nur gute Produkte, gute Dienstleistungen anbieten“, sagte Kampeter. Der Rest sei Auftrag der Bundesregierung.
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