NRW-Ministerpräsident unterstützt CDU im Wahlkampf und warnt vor AfD-Regierung.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat im Wahlkampf für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die Bürger dazu aufgerufen, keine Protestwahl zu treffen. Die Menschen sollten „vielleicht noch einmal darüber nachdenken, was am Wochenende ansteht“, sagte Wüst laut dpa. Es gehe um mehr als nur „Dampf abzulassen“ – stattdessen stehe das Land und seine Führung im Mittelpunkt. „Es kommt auf den Mann an der Spitze an“, betonte der CDU-Politiker.
Signale für die Regierungsbildung
Umfragen zufolge könnte die AfD stärkste Kraft werden, während die CDU deutlich zurückliegt. Aktuell regiert in Sachsen-Anhalt eine CDU-geführte Koalition unter Ministerpräsident Sven Schulze, der in Umfragen bei der Frage nach dem bevorzugten Regierungschef vor dem AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund liegt. Wüst verwies darauf, dass eine rechte Regierung in anderen Ländern nicht funktioniert habe. „Man muss nicht selbst ausprobieren, was eine rechte Regierung mit einem Land macht“, so Wüst.
CDU-Chef warnt vor AfD-Experiment
Die Menschen in Sachsen-Anhalt seien „keine Versuchskaninchen“. Während seines Besuchs in Halle sprach Wüst unter anderem mit Auszubildenden des Bauunternehmens GP Günter Papenburg über die Wahl und mögliche Folgen einer AfD-Regierung. Das Unternehmen beschäftigt rund 4.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 1,2 Milliarden Euro. Wie die FAZ berichtet, spielt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt dagegen nur eine Nebenrolle.
Merz im Wahlkampf kaum präsent
Bei Auftritten in Quedlinburg und Kühlungsborn wurde er von Bürgern kaum wahrgenommen, stattdessen dominierten Absperrungen und Distanz. Merz warnte vor einer AfD-Mehrheit und betonte, Sachsen-Anhalt dürfe „kein Experimentierfeld für Wutbürger“ werden. Gleichzeitig distanzierte sich der amtierende Ministerpräsident Schulze in seinem Wahlkampf teilweise von der Bundesregierung.