Das Landesgericht Innsbruck hat den österreichischen Investor René Benko in einem teilweise neu aufgerollten Prozess zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, Gläubiger geschädigt zu haben, indem er kurz vor der Insolvenz eine Mietkostenvorauszahlung von 360.000 Euro für eine Villa in Innsbruck leistete.
Vorwurf der Gläubigerschädigung
Benko bestritt die Vorwürfe. Er betonte, überzeugt gewesen zu sein, dass die Sanierung seiner Signa-Gruppe gelingen werde.
Hintergrund und weitere Verurteilung
Bereits im Oktober 2025 war Benko wegen ähnlicher Vorwürfe zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Teilaspekt-Freispruch wurde vom Obersten Gerichtshof (OGH) aufgehoben, was zur erneuten Verhandlung führte. Der Strafrahmen für solche Delikte liegt zwischen einem und zehn Jahren Freiheitsstrafe.
Benko sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die Signa Holding, einst Österreichs größtes Immobilien- und Handelsunternehmen, hatte im November 2023 beim Handelsgericht Wien Insolvenz in Form eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung beantragt. Im April 2024 wurde das Verfahren in ein Konkursverfahren umgewandelt.