Rund um den Herbstanfang schrumpft das Tageslicht besonders rasant – vor allem im Norden.
Mit dem astronomischen Herbstbeginn in der Nacht zum Mittwoch ändert sich nicht nur die Jahreszeit, sondern auch die Länge der Tage besonders deutlich. Wie die Berliner Zeitung unter Berufung auf den Deutschen Wetterdienst (DWD) berichtet, verlieren Regionen im Norden Deutschlands derzeit täglich bis zu 4 Minuten und 24 Sekunden Tageslicht. In Flensburg sind es genau 4:24 Minuten, in Oberstdorf im Süden immerhin noch 3:23 Minuten. Der Grund liegt in der geneigten Erdachse, durch die die Tageslänge im Jahresverlauf einer Sinuskurve folgt. An den Tagundnachtgleichen, wie sie um den 25. September mit dem Equilux eintreten, ist der Rückgang am stärksten. Je weiter nördlich ein Ort liegt, desto ausgeprägter ist dieser Effekt.
Extreme Temperatursprünge zwischen Tag und Nacht
Gleichzeitig bringt der Herbst auch deutliche Temperaturschwankungen mit sich. Während der Südwesten Deutschlands noch sonnige Tage mit bis zu 23 Grad erlebt, sinken die Werte in der Nordosthälfte auf 16 bis 20 Grad, wie die Berliner Zeitung weiter schreibt. Besonders markant ist der nächtliche Temperatursturz: In Südbaden sind tagsüber noch 23 Grad möglich, doch in der folgenden Nacht kann es auf der Schwäbischen Alb laut dpa-Angaben lokal bis auf minus 1 Grad abkühlen. Anfang September wurden am Oberrhein noch Spitzenwerte von 34,5 Grad gemessen.
Nebelwarnung: Sichtweite sinkt auf kritische Werte
Neben den kürzeren Tagen und kühleren Nächten bringt der Herbst auch typische Wetterphänomene mit sich. Der DWD warnt vor vereinzelten dichten Nebelfeldern, besonders in der Nacht zum Dienstag. Diese entstehen, weil die Luft am Boden stärker auskühlt und die Feuchtigkeit kondensiert. Schwacher Wind unter Hochdruck verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Autofahrer sollten dabei beachten, dass die Nebelschlussleuchte erst bei einer Sichtweite unter 50 Metern erlaubt ist – dann gilt auf allen Straßen eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, selbst auf Autobahnen.
Herbstwetter: Schauer, Gewitter und sonnige Inseln
Für die kommenden Tage erwartet der DWD wechselhaftes Wetter: Am Mittwoch ziehen ab dem Nachmittag Schauer und einzelne kräftige Gewitter auf, während der Südwesten sonnig bleibt. Donnerstag bringt vielerorts Wolken und Regen, im Südwesten gibt es mehr Sonne. Am Freitag und Samstag bleibt vor allem der Norden wechselhaft, nach Süden hin wird es freundlicher. Der Trend für die Woche darauf klingt laut DWD versöhnlich: eher mild und trocken, im Süden auch sonniger.