Mehrere Spitzenmanager internationaler Pharmakonzerne warnen, dass neue Medikamente wegen der US-Pharmapolitik in Deutschland zunehmend später oder gar nicht mehr auf den Markt kommen. Auslöser sei eine Vorgabe von US-Präsident Donald Trump, wonach Pharmakonzerne neue Mittel in den USA nicht teurer verkaufen dürfen als in einer Gruppe westlicher Staaten, zu der auch Deutschland gehört. In der Folge sei die Zahl der neu in Deutschland eingeführten Medikamente bereits um gut die Hälfte eingebrochen, berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit".
Pharmamanager sehen Versorgung in Deutschland gefährdet
„Schon heute erreicht von den Medikamenten, die in den USA verfügbar sind, jedes dritte Deutschland nicht“, sagte der Deutschland-Chef des Schweizer Konzerns Roche, Hagen Pfundner, der Wochenzeitung „Die Zeit“. Die Lage werde sich weiter zuspitzen, weil viele Unternehmen zurückhaltend reagierten und mit neuen Produkteinführungen warten müssten.
Ähnlich äußerte sich Matthias Berninger, Cheflobbyist des Leverkusener Pharmakonzerns Bayer. Dies seien „keine leeren Drohungen, sondern das passiert bereits“, sagte er laut „Die Zeit“. „Europa ist gerade dabei, dass am Ende kaum noch neue Medikamente zugelassen werden.“ Er spricht von einer „tektonischen Verschiebung“ in der Branche. „Aber die Öffentlichkeit hat das Problem noch gar nicht erkannt.“
Druck aus den USA verändert Marktstrategien
Auslöser der Entwicklung ist nach den Berichten von „Die Zeit“ die Politik von US-Präsident Donald Trump. Er hat die großen Pharmakonzerne dazu gedrängt, ihre neuen Medikamente in den USA nicht mehr teurer zu verkaufen als in einer Gruppe von westlichen Staaten, zu der auch Deutschland gehört. In der Folge bringen die Konzerne die Medikamente in diesen Staaten gar nicht mehr auf den Markt. Als Ergebnis brach die Zahl der neu in Deutschland eingeführten Medikamente bereits um gut die Hälfte ein.
„Deutschland steht am Scheideweg“
„Es kann passieren, dass wir Medikamente in Deutschland nicht in den Markt einführen“, sagte Alexander Horn, der Chef des US-Konzerns Eli Lilly, der Wochenzeitung „Die Zeit“. Und Chris Boerner, der Chef von Bristol Myers Squibb, warnte: „Deutschland steht am Scheideweg“, zitierte ihn „Die Zeit“.
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