Die Union will mit einem einheitlichen „Deutschlanddeckel“ auf Weinflaschen den Absatz heimischer Weine stärken. Nach österreichischem Vorbild soll ein klar erkennbares nationales Kennzeichen auf dem Verschluss die Sichtbarkeit deutscher Produkte im Handel erhöhen, wie die „Rheinische Post“ berichtet.
Union orientiert sich am österreichischen Vorbild
Der weinbaupolitische Sprecher der Unionsfraktion, Artur Auernhammer (CSU), sagte der „Rheinischen Post“: „Mit einer Deutschlandfahne auf dem Deckel wäre deutscher Wein sichtbarer. Jetzt sind wir nicht sichtbar.“ Vorbild sei Österreich, so Auernhammer. Dort seien die rot-weiß-rote Banderole und der markante Schraubverschluss bei Qualitätsweinen Standard. Wichtig sei zudem, dass der deutsche Weinbau insgesamt der Meinung sei, man müsse ein Siegel entwickeln, damit der Wein an der Verschraubung leichter erkennbar sei.
Unterstützung aus weinbaustarken Regionen
Auch der CDU-Abgeordnete aus der Weinbauregion Koblenz und Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Josef Oster, nannte das österreichische Modell in der „Rheinischen Post“ einen „sehr interessanten Ansatz“. Oster sagte: „Ein Wiedererkennungsmerkmal für den deutschen Wein zu schaffen, halte ich wirklich für überlegenswert.“
Weinbau in „größter Krise seit Jahrzehnten“
Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte der „Rheinischen Post“: „Der Weinbau in Deutschland ist weiter in der größten Krise seit Jahrzehnten.“ Wegen der schlechten Marktlage sei zu erwarten, „dass wir Rebflächen in erheblichem Umfang verlieren werden“.
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