# Union drängt auf schnellere Bundeswehr-Reform für Kriegstüchtigkeit Datum: 20.04.2026 05:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/union-draengt-auf-schnellere-bundeswehr-reform-fuer-kriegstuechtigkeit-704687/ --- Die Unionsfraktion im Bundestag fordert vor der für diese Woche erwarteten Vorstellung neuer Pläne und Reformen für die Bundeswehr ein deutlich höheres Tempo bei deren Umstrukturierung. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) müsse nach Ansicht der Union angesichts des Ziels einer „Kriegstüchtigkeit“ bis 2029 schneller handeln. Insbesondere verlangt die Opposition einen konkreten, überprüfbaren Plan zur künftigen Struktur und Größe der Streitkräfte. ## Unionsfraktion drängt auf mehr Tempo Vor der Präsentation neuer Reformpläne für die Bundeswehr mahnt die Unionsfraktion im Bundestag eine zügigere Umstrukturierung der Streitkräfte an. „Bis 2029 ist es nicht mehr lang“, sagte ihr verteidigungspolitischer Sprecher Thomas Erndl dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe) mit Blick auf das Jahr der angestrebten „Kriegstüchtigkeit“. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) müsse „dringend einen Zahn zulegen“, sagte Erndl dem „Tagesspiegel“. ### Forderung nach konkretem Aufwuchsplan „Wir benötigen einen realistischen und überprüfbaren Plan dafür, wie die Bundeswehr der Zukunft aussehen soll und in welchen Schritten wir dorthin kommen“, sagte der CSU-Politiker dem „Tagesspiegel“ weiter. Bisher gebe es „kaum mehr als die Zahl 260.000“ als angestrebte Größe der Truppe. Als Teil des angekündigten Aufwuchsplanes, der am Dienstag den Parlamentariern und am Mittwoch der Öffentlichkeit präsentiert werden soll, erwartet Erndl laut „Tagesspiegel“ Klarheit darüber, wie sich die zusätzlichen Soldaten auf die verschiedenen Einheiten in Heer, Luftwaffe oder Marine verteilen sollen. ### Kritik am Zeitplan und Forderung nach schneller Beschaffung Es folge „im Sommer dann eine noch detailliertere Verteidigungsaufstellung für den Ernstfall“. Dies sei „ganz schön spät“, da die für die künftige Truppengröße maßgeblichen Nato-Beschlüsse aus dem vergangenen Frühsommer stammten, kritisierte Erndl im „Tagesspiegel“: „Das Zeitfenster, in dem Entscheidungen noch rechtzeitig Wirkung bis 2029 entfalten können, schließt sich, gerade bei der Beschaffung.“ Daher müsse das Verteidigungsministerium nun „alle verfügbaren Maßnahmen ergreifen, um unsere Abschreckungsfähigkeit schnell und wirksam zu stärken.“ Dazu müsse es prüfen, ob „in der Ukraine erprobte Systeme zügig in die eigenen Streitkräfte integriert werden können“ oder „auch innovative Ansätze, zum Beispiel Drohnen- oder Hyperschalltechnologien, in Betracht“ gezogen werden könnten, sagte Erndl dem „Tagesspiegel“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück