„Ist die ‚Klimaoase‘ auf dem Osnabrücker Nikolaiort schon kaputt?“ Diesen Eindruck hatten in den vergangenen sommerlich warmen Tagen nicht wenige Besucher der Osnabrücker Innenstadt – der HASEPOST-Redakteur eingeschlossen. Denn selbst nach mehrfachem Drücken von vermeintlichen Knöpfe blieb der erhoffte Wassernebel aus.
Es könnte so schön und vor allem erfrischend sein: Aus dem zentralen Wassersprühkopf des für rund 60.000 Euro Anfang Juni aufgestellten Stadtmöbels soll an heißen Tagen kühlender Wassernebel austreten. Doch wer auf den ersten Blick glaubt, dies per Knopfdruck auslösen zu können, wird enttäuscht.
Die vermeintlichen Knöpfe sind gar keine
Immer wieder sind Passanten zu beobachten, die auf die scheinbar gleich mehrfach an der Erfrischungssäule angebrachten „Knöpfe“ drücken – doch es passiert nichts. Kein Wassernebel, keine Erfrischung – und das bei Temperaturen über 30 Grad!
Und genau das ist auch so vorgesehen. Stadtsprecher Constantin Binder erklärt den Denkfehler: Bei den vermeintlichen Knöpfen handelt es sich tatsächlich um die Wasserdüsen, aus denen automatisch gesteuert der erfrischende Wassernebel austritt, wenn er denn austritt.
Der Knopf, der kein Knopf ist / Foto: Pohlmann
Die Anlage arbeitet vollautomatisch. Sobald ein programmierter Temperatur-Schwellenwert erreicht ist, versprüht sie in regelmäßigen Abständen – laut Binder „etwa alle paar Minuten“ – selbstständig Wassernebel, und dann bleibt es wieder eine Zeit lang trocken. Ein manuelles Auslösen per Knopfdruck und nach Bedarf ist nicht vorgesehen.
Stadt prüft Hinweisschild
Nach Angaben des Stadtsprechers will die Stadt nun prüfen, ob ein Hinweisschild den automatischen Betrieb künftig besser erklären könnte. Derzeit ziehen viele Passanten frustriert weiter, wenn nach dem vermeintlichen Knopfdruck keine Erfrischung folgt.
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