Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist laut einer Umfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) so schlecht wie seit Jahren nicht mehr. Eine deutliche Mehrheit der befragten Unternehmen bewertet ihre aktuelle Lage schlechter als vor einem Jahr und blickt auch mit Blick auf Produktion, Investitionen und Beschäftigung skeptisch in die Zukunft.
Längste Phase negativer Erwartungen seit 20 Jahren
Die Stimmung deutscher Unternehmen ist noch schlechter als vor einem Jahr. Dies geht aus einer Umfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter 964 Unternehmen hervor, die im März stattgefunden hat und über die das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) berichtet. 43 Prozent der befragten Unternehmen berichten demnach von einer schlechteren Lage als vor einem Jahr, nur 14 Prozent von einer besseren.
„Die nicht überwundene wirtschaftliche Krise in Deutschland zeigt sich nach wie vor in der insgesamt schlechten Geschäftslage der deutschen Unternehmen“, heißt es in der Analyse des IW, über die das „Handelsblatt“ berichtet. Sowohl in Industrie, Dienstleistungssektor und Bauwirtschaft werde die aktuelle Lage „unterm Strich negativ bewertet“. So erwarten 35 Prozent der Firmen für 2026 einen Rückgang der Produktion, während nur 21 Prozent mit einem Anstieg rechnen.
„Dam it befindet sich die deutsche Wirtschaft in der längsten Phase negativer Unternehmenserwartungen seit 20 Jahren – zumindest seit der Ausweisung gesamtdeutscher Ergebnisse ab dem Jahr 2005“, heißt es in dem Papier, auf das sich das „Handelsblatt“ beruft.
Rückgang bei Investitionen geplant
Anders als erhofft wollen die Unternehmen auch nicht mehr investieren. Der Anteil der Industriebetriebe, die aktuell mit niedrigeren Investitionen planen, ist mit 42 Prozent rund doppelt so hoch wie der Anteil der Firmen, die mit höheren Investitionen planen (19 Prozent). Über alle Branchen hinweg rechnen 21 Prozent der befragten Firmen mit höheren und 39 Prozent mit niedrigeren Investitionsbudgets im Jahr 2026, wie das „Handelsblatt“ unter Verweis auf die IW-Analyse berichtet.
Abbau von Arbeitsplätzen in der Industrie
Die schlechte Wirtschaftslage dürfte den Angaben zufolge auch zu einem weiteren Arbeitsplatzabbau führen, vor allem in der Industrie. „Der Rückgang in der Industrie wird sich fortsetzen“, heißt es in der Analyse des IW, aus der das „Handelsblatt“ zitiert. 37 Prozent der Industriefirmen planen laut Umfrage mit weniger Personal, nur 14 Prozent mit mehr.
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