Feuerwehren kämpfen in Unterfranken und der Eifel gegen Flammen. Tausende betroffen.
In mehreren Regionen Deutschlands kämpfen Einsatzkräfte seit Tagen gegen großflächige Waldbrände. Besonders betroffen sind Unterfranken und die Eifel. In Bayern brannte es am Samstag an drei Orten gleichzeitig, wie der Bayerische Rundfunk (BR24) berichtet. Alle drei Brände konnten mittlerweile unter Kontrolle gebracht werden, darunter ein Feuer bei Waldaschaff im Landkreis Aschaffenburg. Dort waren rund fünf Hektar Wald und Wiesen in Flammen aufgegangen. Etwa 600 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, drei von ihnen wurden leicht verletzt. Zwischenzeitlich mussten Anwohner ihre Häuser verlassen, bis die Lage sich stabilisierte. Zwei Polizeihubschrauber warfen Löschwasser ab, und die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Nacht an. Auch im Landkreis Rhön-Grabfeld gab es Brände, etwa zwischen Rechtenbach und Lohr am Main, wo rund 5.000 Quadratmeter Wald betroffen waren. Die B26 musste zeitweise gesperrt werden. Laut nordbayern.de waren hier über 200 Einsatzkräfte im Einsatz, darunter auch Helfer aus Thüringen. Zwei Feuerwehrleute wurden leicht verletzt, der Sachschaden wird auf einen niedrigen vierstelligen Betrag geschätzt.
Größter Waldbrand in NRW-Geschichte wütet
In Nordrhein-Westfalen brennt es seit Donnerstag im Hürtgenwald auf einer Fläche von bis zu 300 Hektar, wie die Tagesschau und der Spiegel berichten. Es könnte sich um den größten Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes handeln. Mehr als 2.000 Menschen wurden aus dem Ortsteil Gey evakuiert. Landrat Ralf Nolten (CDU) hofft auf eine baldige Rückkehr der Anwohner, warnt aber vor vorschnellen Entscheidungen. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, da das Gelände mit Weltkriegsmunition belastet ist. Fünf Personen wurden leicht verletzt, darunter vier Einsatzkräfte. Die Brandursache ist noch unklar, die Polizei Köln ermittelt. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) vermutet menschliches Fehlverhalten als Auslöser, wie der Spiegel schreibt.
Bundeswehr und THW kämpfen gegen Flammen
Die Einsatzkräfte in der Eifel werden von Bundeswehr, THW und Hilfsorganisationen unterstützt. Hubschrauber und Wasserwerfer sind im Einsatz, und die Löscharbeiten könnten noch Tage dauern. In anderen Teilen der Eifel, etwa im Landkreis Mayen-Koblenz, sind weitere Brände unter Kontrolle gebracht worden. Dort wurden vier Menschen verletzt, einer davon mit Brandverletzungen. Die zuvor ausgesprochenen Evakuierungswarnungen wurden aufgehoben, doch die Feuerwehr bleibt über Nacht vor Ort.
Trockenheit verschärft Waldbrandgefahr bundesweit
Die aktuellen Waldbrände zeigen die Herausforderungen, die durch die anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen entstehen. In Bayern warnen die Behörden vor weiterer hoher Waldbrandgefahr, besonders am Wochenende.