Die 28-jährige Pressesprecherin gibt ihren Posten auf – offiziell aus familiären Gründen.
Karoline Leavitt, die bisher jüngste Pressesprecherin in der Geschichte des Weißen Hauses, wird ihren Posten zum Monatsende aufgeben. Die 28-Jährige begründete ihren Rücktritt auf der Plattform X damit, dass sie mehr Zeit für ihre Familie brauche. Seit der Geburt ihrer Tochter im Mai habe sie gemerkt, dass sich die Anforderungen des Amtes nicht mit ihrer Rolle als Mutter vereinbaren ließen, wie sie schrieb. Trump bestätigte den Rücktritt auf seiner Plattform Truth Social und betonte, Leavitt werde weiterhin als Beraterin für ihn und die Republikanische Partei tätig sein. Er lobte sie als eine der besten Pressesprecherinnen der Geschichte des Weißen Hauses und als „echte Führungspersönlichkeit“.
Loyale Trump-Unterstützerin mit scharfem Mundwerk
Leavitt galt als eine der loyalsten und angriffslustigsten Unterstützerinnen des US-Präsidenten. Sie verteidigte seine Politik konsequent, auch in kontroversen Themen wie dem Vorwurf des Wahlbetrugs 2020 oder dem Skandal um Jeffrey Epstein, wie der Spiegel berichtet. Ihre Pressekonferenzen waren oft von einem konfrontativen Ton geprägt, in dem sie Journalisten scharf attackierte und Medien vorwarf, Fake News zu verbreiten. Die Tagesschau beschreibt sie als „politische Marke“, die mit ihrem „Mundwerk wie ein Maschinengewehr“ viral ging und das Weiße Haus als Influencerin repräsentierte.
Rücktritt deutet auf höhere politische Pläne hin
Ihre offizielle Begründung, mehr Zeit für die Familie zu wollen, wird in Washington jedoch auch als Hinweis auf höhere politische Ambitionen gedeutet. So vermutet die Tagesschau, dass Leavitt eigene Pläne verfolgen könnte, da sie im Gegensatz zu ihren Vorgängern keine strategische Autorität im Weißen Haus besaß. Trump selbst betonte, ihr Rücktritt sei eine persönliche Entscheidung, die er voll und ganz respektiere.
Schneller Berufsrückkehr trotz Mutterschaft
Leavitt, die mit ihrem Ehemann, dem Immobilienunternehmer Nicholas Riccio, zwei Kinder hat, kehrte nach der Geburt ihrer Tochter schnell in ihren Job zurück. Besonders ihre Loyalität zeigte sich nach dem Attentat auf Trump im Sommer 2024, als sie ihren Mutterschutz vorzeitig beendete, um den Wahlkampf zu unterstützen.
Trump sichert Leavitts Einfluss in der Partei
Ob es einen direkten Nachfolger für Leavitt geben wird, ist noch unklar. Trump kündigte an, dass sie weiterhin eine einflussreiche Stimme in der Republikanischen Partei bleiben werde. In ihrem Abschiedspost betonte Leavitt erneut ihre Überzeugung, dass die USA einer „existenziellen Bedrohung“ durch die Demokraten ausgesetzt seien.