Mit einer festlichen Operngala hat sich das Theater Osnabrück am Sonntag (5. Juli) in die Spielzeitpause verabschiedet. Das Große Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt und bot den würdigen Rahmen für einen Abend, der musikalische Höhepunkte mit einem Dank an langjährige Wegbegleiter der Osnabrücker Kulturlandschaft verband.
Ehrung für engagierte Kulturförderer
Im Mittelpunkt des Abends standen auch vier Persönlichkeiten, die sich über viele Jahre um das Theater und die Kultur in Osnabrück verdient gemacht haben. Geehrt wurden Brigitte Neumann (CDU), Aufsichtsratsvorsitzende der Städtischen Bühnen, ihr Stellvertreter Heiko Schlatermund (SPD), Wolfgang Beckermann als Erster Stadtrat und Kulturdezernent sowie Karin Jabs-Kiesler, die dem Aufsichtsrat langjährig angehört. Intendant Ulrich Mokrusch und der Kaufmännische Direktor Matthias Köhn würdigten das Engagement der vier Geehrten mit anerkennenden Worten und dankten ihnen für ihren Einsatz zugunsten des Theaters.
Von links: Matthias Köhn, Wolfgang Beckermann, Karin Jabs-Kiesler, Brigitte Neumann, Ulrich Mokrusch und Heiko Schlatermund. / Foto: Dominik Lapp
Ein Streifzug durch die Opernliteratur
Für den musikalischen Glanz sorgte das Osnabrücker Symphonieorchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christopher Lichtenstein. Das abwechslungsreiche Programm spannte einen Bogen von der Ouvertüre aus Giuseppe Verdis „Nabucco“ bis hin zu Arien, Duetten und Terzetten aus Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Giacomo Puccini, Richard Strauss und Walter Braunfels.
Auch Chor und Extrachor des Theaters begeisterten mit Auszügen aus Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ sowie Verdis „I Lombardi“. Intendant Ulrich Mokrusch führte mit kurzweiligen Moderationen durch den Abend und stellte die einzelnen Programmpunkte vor.
Jan Friedrich Eggers und Susanna Edelmann sangen „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus Mozarts „Zauberflöte“. / Foto: Dominik Lapp
Ensemble überzeugt mit starken Sololeistungen
Die Sängerinnen und Sänger des Osnabrücker Gesangsensembles präsentierten sich zum Abschluss der Spielzeit in Bestform. Besonders häufig auf der Bühne stand Sopranistin Susanna Edelmann. Sie überzeugte mit Musettas Walzer aus „La Bohème“, einer Arie aus Claude Debussys „L’enfant prodigue“ sowie in mehreren Ensembleszenen – darunter im Duett mit Bariton Jan Friedrich Eggers aus Mozarts „Zauberflöte“, im Duett mit Mezzosopranistin Nadia Steinhardt aus „Cosi fan tutte“ und im Terzett mit Eggers und Sopranistin Susann Vent-Wunderlich aus „Le nozze di Figaro“.
Vent-Wunderlich beeindruckte mit „Nun wohl! Ich lebe noch, aber du bist tot“ aus Richard Strauss‘ „Salome“, Eggers setzte mit einer Arie aus Puccinis „Edgar“ einen weiteren Höhepunkt, während Bass Dominic Barberi mit einer Arie aus „La Gioconda“ überzeugte. Nadia Steinhardt glänzte mit einer Arie aus Camille Saint-Saëns‘ „Samson et Dalila“, und Florian Wugk überzeugte mit seinem strahlenden Tenor in Arien aus Walter Braunfels‘ „Die Vögel“ und „Gianni Schicchi“.
Der Tenor Iurie Ciobanu empfahl sich dem Osnabrücker Publikum. / Foto: Dominik Lapp
Ausblick auf die kommende Spielzeit
Als Gast des Abends empfahl sich Tenor Iurie Ciobanu eindrucksvoll für weitere Aufgaben am Theater Osnabrück. Er interpretierte die Arie „Un di all’azzurro spazio“ aus Umberto Giordanos „Andrea Chénier“ sowie gemeinsam mit Susann Vent-Wunderlich das Duett „Vicino a te“. Das Publikum erhielt damit zugleich einen Vorgeschmack auf die kommende Spielzeit: Ab Januar 2027 wird Ciobanu in „Andrea Chénier“ erneut auf der Bühne des Theaters Osnabrück zu erleben sein.
Mehr Nachrichten aus der Region?
➡️ Alle aktuellen Artikel zu Osnabrück - Innenstadt finden Sie hier.
