Immer mehr junge Menschen in Deutschland konsumieren illegale Drogen. Das geht aus der Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) hervor. Besonders stark fällt der Anstieg beim Kokainkonsum aus. Zugleich betont das BIÖG, dass die Mehrheit der jungen Menschen weiterhin keine illegalen Drogen nehme.
Deutlich mehr Drogenerfahrungen bei jungen Erwachsenen
Laut der aktuellen Drogenaffinitätsstudie des BIÖG konsumieren immer mehr junge Menschen in Deutschland illegale Drogen. Wie das Magazin „Politico“ berichtet, gaben fast 24 Prozent der jungen Männer zwischen 18 und 25 Jahren an, bereits Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht zu haben. 2023 waren es demnach noch 19,3 Prozent.
Bei jungen Frauen liegt der Anteil den Angaben zufolge bei knapp 13 Prozent, nach sieben Prozent im Jahr 2023. Insgesamt haben damit 18,7 Prozent der Zwölf- bis 25-Jährigen nach eigenen Angaben Erfahrungen mit illegalen Drogen, 2023 waren es 13,5 Prozent. Unter den Zwölf- bis 17-Jährigen stieg der Anteil von 1,5 Prozent im Jahr 2023 auf nun 2,5 Prozent.
Starker Anstieg beim Kokainkonsum
Besonders deutlich ist die Zunahme beim Kokainkonsum. Im Jahr 2015 hatten laut BIÖG nur 1,2 Prozent der jungen Menschen Kokain genommen. Bis 2025 hat sich dieser Anteil mehr als verdreifacht und liegt nun bei 4,1 Prozent.
„Die meisten jungen Menschen nehmen keine illegalen Drogen – das ist die gute Nachricht“, sagte Johannes Nießen, Leiter des BIÖG, zu den Ergebnissen der Studie. Aber: „Junge Erwachsene greifen heute deutlich häufiger zu Kokain als noch vor zehn Jahren.“
Studie mit mehr als 7.000 Befragten
Das BIÖG veröffentlicht seit 1973 alle zwei Jahre eine Studie zur Drogenaffinität von jungen Menschen. Für die diesjährige Ausgabe wurden von April bis Juli 2025 insgesamt 7.001 Personen im Alter von zwölf bis 25 Jahren befragt.
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