Schwedische Kampfflugzeuge haben am Freitag zwei russische Militärjets über der Ostsee abgefangen, die sich dem schwedischen Luftraum näherten. Nach Angaben der Armee wurde der Luftraum dabei nicht verletzt, die Maschinen jedoch identifiziert und begleitet. Schweden reagierte damit nach eigenen Angaben schnell auf den Vorfall, an dem auch ein dänischer Kampfjet beteiligt war.
Die schwedischen Streitkräfte haben am Freitag zwei russische Kampfflugzeuge abgefangen, die sich über dem südlichen und nördlichen Teil der Ostsee dem schwedischen Luftraum näherten. Dieser wurde letztlich nicht verletzt, teilte die Armee am Samstag mit.
Schneller Start von Gripen-Staffeln
Man habe schnell reagiert, als die russischen Flugzeuge der Typen Su-24 Fencer und Su-34 Fullback entdeckt wurden, hieß es weiter. Zwei Staffeln des Typs Saab JAS 39 Gripen seien gestartet, um das eigene Territorium zu verteidigen, den russischen Kampfflugzeugen zu begegnen und sie zu identifizieren. An der Reaktion auf den Vorfall über dem südlichen Teil der Ostsee war nach Angaben der Armee auch ein dänischer Kampfjet beteiligt.
Schweden als Nato-Mitglied
Schweden war 2024 anlässlich des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine dem Verteidigungsbündnis Nato beigetreten. Nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrags wird ein bewaffneter Angriff gegen ein Nato-Mitglied als Angriff gegen alle bewertet. Die Vertragsstaaten sollen sich gegenseitig beistehen, wenn es einen bewaffneten Angriff gibt, und alle Maßnahmen ergreifen, die sie für nötig halten, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.
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