Der neuseeländische Schauspieler starb plötzlich in Sydney.
Der neuseeländische Schauspieler Sam Neill ist tot. Wie seine Familie auf seinem offiziellen Instagram-Account mitteilte, starb er am Montag im australischen Sydney im Alter von 78 Jahren. Neill sei von seiner Familie umgeben gewesen und habe mit der Würde von dannen gegangen, die sein ganzes Leben geprägt habe, heißt es in dem Statement. Der Verlust sei plötzlich und unerwartet gekommen, doch es sei ein Trost, dass Neill bis zuletzt krebsfrei gewesen sei, wie der Spiegel und die Tagesschau übereinstimmend berichten.
Leukämie besiegt – Krebsfrei seit 2026
2023 hatte Neill seine Leukämie-Erkrankung öffentlich gemacht. In einem Interview mit dem Guardian erklärte er damals, dass er seit März 2022 wegen eines Non-Hodgkin-Lymphoms behandelt werde und möglicherweise daran sterben könnte. Im Frühjahr 2026 gab er jedoch bekannt, dass kein Krebs mehr nachweisbar sei, wie Focus und Kinocheck ergänzen.
Von «Jurassic Park» bis «Peaky Blinders» – Legendenrolle
Neill wurde vor allem durch seine Rolle als Paläontologe Dr. Alan Grant in der «Jurassic Park»-Reihe weltberühmt. Er spielte die Figur erstmals 1993 in Steven Spielbergs Kinohit und kehrte später in «Jurassic Park III» (2001) sowie «Jurassic World: Ein neues Zeitalter» (2022) zurück. Zu seinen weiteren bekannten Werken zählen «Das Piano» (1993), «Jagd auf Roter Oktober» (1990) und die Serien «Peaky Blinders» sowie «Die Tudors».
Australien und Neuseeland trauern um Filmlegende
Australiens Premierminister Anthony Albanese würdigte Neill auf X als einen Schauspieler, der sich mit seinem trockenen Humor und seiner Nachdenklichkeit einen festen Platz in den Herzen der Australier erarbeitet habe. Auch der neuseeländische Regierungschef Christopher Luxon bezeichnete ihn in einer Erklärung als «einen der Großen», der die Filmindustrie seines Heimatlandes entscheidend geprägt habe.
Karriere über 50 Jahre – Letzter Film 2027 geplant
Neill, der 1947 in Nordirland geboren wurde, begann seine Karriere in den 1970er-Jahren. Sein Debüt gab er 1977 in dem neuseeländischen Spielfilm «Sleeping Dogs». Bis zu seinem Tod blieb er aktiv und sollte noch in dem für 2027 geplanten Film «Godzilla x Kong: Supernova» zu sehen sein, wie Kinocheck berichtet.
Die Familie bat in ihrem Statement darum, ihre Privatsphäre zu respektieren, um den Verlust verarbeiten zu können. Weitere Details zum Tod des Schauspielers sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.
