Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter gesundheitlichen Folgen extremer Hitze. Einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zufolge berichtet inzwischen fast jeder Dritte von Beschwerden durch hohe Temperaturen, während gleichzeitig die Sorgen vor Extremwetter deutlich zunehmen. Viele Bürger zweifeln zudem an der Wirksamkeit der bisherigen Hitzeschutzmaßnahmen.
Zunehmende gesundheitliche Belastungen durch Hitze
Laut der Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit berichten inzwischen fast 30 Prozent der Menschen von gesundheitlichen Beschwerden durch hohe Temperaturen. Die häufigsten Symptome sind Müdigkeit, Schlafprobleme und Kreislaufbeschwerden. Besonders stark betroffen sind die Bereiche Pflege, Krankenhaus und Kinderbetreuung.
Parallel dazu wachsen die Sorgen der Bevölkerung: Laut Umfrage machen sich knapp zwei Drittel der Befragten große beziehungsweise sehr große Sorgen vor Extremwetter. Drei Viertel der Befragten halten derweil die aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für unzureichend.
Forderung nach besseren Hitzeschutzplänen
Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit, forderte, dass Bund, Länder und Kommunen verstärkt an Hitzeschutzplänen arbeiten sollten. Der Hitzeschutz müsse insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder verbessert werden.
Laut Erhebung haben Gesundheitsprobleme in den letzten drei Jahren um zehn Prozentpunkte zugenommen. Insgesamt leiden 30 Prozent der Befragten darunter. Besonders Frauen sind dabei mit 40 Prozent fast doppelt so oft betroffen wie Männer (21 Prozent). Am häufigsten berichten Erwachsene im Alter von 30 bis 44 Jahren mit 35 Prozent von gesundheitlichen Beschwerden.
Stärkere Betroffenheit in Großstädten
Zudem leiden vornehmlich 38 Prozent der in Großstädten lebenden Menschen an Gesundheitsproblemen durch die Hitze. Für den „Hitzereport“ der DAK-Gesundheit wurden 1.519 Bundesbürger ab 18 Jahren vom Forsa-Institut online befragt. Die Erhebung wurde vom 22. Juni bis zum 1. Juli 2026 durchgeführt.
