Bei einem Selbstmordanschlag vor einer Polizeistation in der pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa sind am Sonntag mindestens 15 Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden. Der Attentäter zündete seine Sprengsätze am Tor der Station, nachdem er von Beamten gestoppt worden war.
Protestkundgebung und Anschlag im Swat-Tal
In der Nähe der Polizeistation soll sich zum Zeitpunkt des Anschlags eine Menschenmenge zu einer Protestkundgebung versammelt haben. Die Demonstranten wollten gegen die erneute Gewaltwelle im Swat-Tal protestieren, das einst eine Hochburg der pakistanischen Taliban war. Erst eine Militäroffensive im Jahr 2009 hatte die Gruppe aus der Region vertrieben.
Schwerverletzte wurden in ein Krankenhaus in der nahe gelegenen Stadt Saidu Sharif gebracht.
Der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi verurteilte den Anschlag und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.
Der Vorfall verschärft die ohnehin angespannte Sicherheitslage in Khyber Pakhtunkhwa. Die pakistanischen Taliban (TTP) begehren dort seit Jahren auf, und zuletzt hatte es in der Region mehrere tödliche Anschläge gegeben.