Der neue Staatsminister für Ehrenamt und Sport, Ronald Rauhe, will die deutsche Bewerbung für olympische und paralympische Spiele mit voller Kraft vorantreiben. Er sieht darin ein Zugpferd für eine Generation, die wieder groß träumen soll.
Ziele und Reformen
Ronald Rauhe sagte am Donnerstag im Kanzleramt: "Wir wollen olympische und paralympische Spiele wieder nach Deutschland holen". "Und diese Bewerbung – das kann ich versprechen – werde ich mit voller Kraft vorantreiben."
Die Bewerbung sei das Zugpferd für eine "Generation Olympia", so Rauhe. "Mit Kindern, die wieder Vorbilder haben, hier wieder etwas sich zutrauen und vor allen Dingen sich eins erlauben dürfen: nämlich wieder groß zu träumen."
Ambitionen und Rahmenbedingungen
Deutschland solle wieder zu den erfolgreichsten Sportnationen der Welt gehören, betonte Rauhe. Die Spitzensportreform werde man dazu konsequent weiter vorantreiben. Denn die Athleten bräuchten Rahmenbedingungen, damit Hochleistungen entstehen könnten.
Reaktionen und Hintergrund
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte unterdessen, er wolle mit der Berufung eines ehemaligen Sportlers ein Zeichen setzen, dass man den deutschen Sport als ein wichtiges Aufgabengebiet sehe. Er sei sicher, dass Rauhe der richtige Mann für die Aufgabe sei.
Die Stelle des Sportstaatsministers war zuletzt unbesetzt, seit die bisherige Amtsinhaberin Christiane Schenderlein (CDU) überraschend abberufen und als Parlamentarische Staatssekretärin ins Bundesgesundheitsministerium versetzt wurde. Dass Rauhe die Nachfolge antreten könnte, hatte sich bereits in der vergangenen Woche angedeutet. Nach Informationen der dts Nachrichtenagentur fand das entscheidende Treffen zwischen Merz und dem zweifachen Olympiasieger im Kanu am vergangenen Mittwoch nach der Kabinettsklausur in Neuhardenberg statt.