Die Vorsitzende der Grünen Jugend, Henriette Held, verlangt von der grünen Spitzenkandidatin Claudia Müller, zentrale Forderungen aus dem Wahlprogramm in den Koalitionsvertrag aufzunehmen. Dazu zählen ein kostenloser ÖPNV für unter 27-Jährige, Klimaneutralität bis 2035 und ein Azubi-Startbonus von 1.500 Euro.
Kritik an rot-roter Klimapolitik und SPD-Wahlkampf
Held betont, die Grüne Jugend habe viele Positionen mit in das Wahlprogramm eingebracht. „Jetzt gehören sie auch in den Koalitionsvertrag. Das erwarte ich von Claudia Müller.“ Die genannten Maßnahmen würden das Leben junger Menschen aktiv verbessern, so Held. „Das sind Maßnahmen, die das Leben junger Menschen aktiv verbessern, und die müssen jetzt durchgesetzt werden“.
Gleichzeitig übt sie scharfe Kritik an der bisherigen Klimapolitik der rot-roten Landesregierung. "Jetzt müssen die Grünen mit Klarheit und Radikalität dafür sorgen, dass die Klimapositionen im Koalitionsvertrag landen." Held selbst ist für ihr Studium nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen.
Vorwurf: Parteien retten nur sich selbst
Held wirft Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) vor, ihr Wahlkampf habe zwar sie selbst gestärkt, die AfD aber nicht geschwächt. Die anderen Parteien, so Held, würden sich gegenseitig die Wähler zuschieben. „Das ist eine Dynamik, die wir ja aktuell bei allen Wahlen beobachten können: Alle versuchen, ihren eigenen Arsch zu retten, aber niemand rettet die Demokratie.“