Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgefordert, sich klar zur Klimakrise zu positionieren und seine bisherige Politik zu überdenken. Sie wirft ihm vor, mit dem Ausbau von Gaskraftwerken und der Abschwächung von Klimaschutzmaßnahmen die Erderhitzung weiter zu befeuern und die Bevölkerung in falscher Sicherheit zu wiegen.
Vorwurf des Schweigens zur Klimakrise
Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) scharf und verlangt ein deutliches Bekenntnis zur Bekämpfung der Klimakrise. Merz behaupte, Politik für die Menschen zu machen, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Freitagausgaben). Nach ihrer Einschätzung treibe er jedoch mit immer mehr Gaskraftwerken und der Abschwächung von Klimaschutzmaßnahmen die Erhitzung immer weiter voran.
Neubauer wirft dem Kanzler Untätigkeit und fehlende Kommunikation zu den Risiken der Erderwärmung vor. „Sein Schweigen zu den Klimagefahren und den volkswirtschaftlichen Kosten durch Klimakatastrophen trägt dazu bei, dass sich Menschen in einer falschen Sicherheit wiegen.“ Mit Blick auf die drastischen Warnungen der Wissenschaft müsse der Kanzler sein Schweigen zur Klimakrise brechen, forderte die „Fridays for Future“-Aktivistin laut „Rheinischer Post“.
"Abwesenheit politischer Handlungsbereitschaft"
Schockierend seien längst nicht mehr nur die Hitzeprognosen, sagte Neubauer der „Rheinischen Post“. „Schockierend ist die weitgehende Abwesenheit politischer Handlungsbereitschaft.“
Neubauer macht deutlich, dass aus ihrer Sicht die politische Reaktion auf die sich häufenden Warnungen und Extremereignisse nicht ausreicht. Die von ihr kritisierte Passivität stehe im Widerspruch zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Prognosen zur Erderwärmung.
Hitzewelle in Europa und Daten des IPCC
Aktuell führt ein Hitzedom zu einer Hitzewelle in Europa. In britischen und französischen Städten wurden für den Monat Mai Hitzerekorde aufgestellt.
Laut Weltklimarat (IPCC) tritt eine Hitzewelle, die im Klima vor Beginn der Industrialisierung nur einmal alle zehn Jahre aufgetreten wäre, im heutigen Klima innerhalb von zehn Jahren rund 2,8 Mal auf. Die Ursache dafür ist der menschengemachte Klimawandel. Sollte die Erderhitzung 2 Grad Celsius erreichen, wird eine solche Hitzewelle laut IPCC in mehr als jedem zweiten Jahr auftreten und 2,6 Grad Celsius heißer als bisher sein.
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