DFB muss über Zukunft entscheiden – Völler stärkt Nagelsmann den Rücken
Julian Nagelsmann will trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 Bundestrainer bleiben. Nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay betonte der 38-Jährige im ZDF und bei MagentaTV, er stehe weiterhin zur Verfügung. „Ich möchte es weitermachen. Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen“, sagte Nagelsmann.
DFB prüft Nagelsmanns Zukunft nach EM-Aus
Sein Vertrag mit dem DFB läuft noch bis nach der EM 2028. Ob der Verband ihn weiterhin als Chefcoach sieht, bleibt jedoch offen. Wie Transfermarkt und Sky berichten, muss der DFB nun intern beraten, ob Nagelsmann die richtige Person für den Wiederaufbau ist. Zum dritten Mal in Folge verpasste das DFB-Team damit die Runde der besten 16 Teams – nach 2018 und 2022 nun auch 2026.
Völler lobte Nagelsmann als Wunschtrainer
Nagelsmann hatte im September 2023 die Nachfolge von Hansi Flick angetreten und war damals von DFB-Sportdirektor Rudi Völler als „Wunschlösung“ bezeichnet worden. Völler stärkte Nagelsmann nach dem Aus den Rücken und betonte, er sei „die richtige Person am richtigen Ort“ und ein „absoluter Toptrainer“, wie Sky berichtet. Als möglicher Nachfolger wird öffentlich Jürgen Klopp gehandelt, der seit Januar 2025 als Global Head of Soccer für die Red Bull GmbH arbeitet. Klopp selbst äußerte sich jedoch zurückhaltend und sagte laut BR, es sei „nicht der Moment“ für eine solche Diskussion.
Vertragsklausel ermöglicht DFB-Ausstieg
Nagelsmanns Vertrag enthält eine Klausel, die dem DFB bei einem Vorrunden-Aus eine vorzeitige Auflösung ermöglichen würde. Ob dies auch bei einem Aus im Sechzehntelfinale gilt, ist unklar, wie Transfermarkt schreibt. Das erste Länderspiel nach der WM findet am 24. September in den Niederlanden zum Start in die Nations League statt.
