Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will gemeinsam mit CSU-Chef Markus Söder die Nachfolge an der Spitze der Unionsfraktion noch vor Beginn der Urlaubszeit klären. Nach Informationen des „Spiegel“ aus Parteikreisen sollen Verfahren und Zeitplan dafür derzeit mit den Gremien von Partei und Fraktion abgestimmt werden.
Merz und Söder bereiten Personalentscheidung vor
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und CSU-Chef Markus Söder wollen die Frage der künftigen Fraktionsführung zügig entscheiden. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Parteikreise. Den beiden Parteivorsitzenden obliegt demnach gemeinsam das Vorschlagsrecht für die Spitze der Unionsfraktion. „Verfahren und Zeitplan werden jetzt mit den Gremien der Partei und der Fraktion abgestimmt“, hieß es in einer Erklärung von Merz, zitiert vom „Spiegel“.
Er sei dabei noch nicht auf einzelne Personalien festgelegt, schreibt der „Spiegel“ weiter. Merz hatte Spahn zuvor zum Rücktritt aufgefordert, hieß es in Parteikreisen. Merz zog damit nach „Spiegel“-Informationen die Konsequenz aus der extrem negativen Reaktion in Partei und Fraktion auf die Leihmutter-Debatte.
Unmut nach Leihmutter-Debatte
Am Freitagabend fand nach „Spiegel“-Angaben eine Reihe von Telefonaten zwischen führenden CDU-Politikern statt, darunter Ministerpräsidenten und Landesvorsitzenden. „Das Meinungsbild war eindeutig“, sagte ein mit den Diskussionen vertrauter Insider dem Magazin.
Spekulationen über mögliche Nachfolger
Als Top-Kandidat für die Fraktionsspitze wird in CDU-Kreisen Kanzleramtsminister Thorsten Frei gehandelt, der schon im Zuge der Regierungsbildung keinen Hehl daraus gemacht hatte, dass er lieber die Abgeordneten als die Regierungszentrale führen würde. Für das Kanzleramt wird der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Günter Krings gehandelt. Aber auch der Name von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) wird dem Bericht zufolge genannt.
