Angesichts einer neuen Unicef-Studie zur hohen Kinderarmut in Deutschland hat die Linke die Bundesregierung zum sofortigen Handeln aufgefordert. In dem wohlhabenden Land stagniert die Kinderarmutsquote nach Angaben von Unicef seit Jahren bei 15 Prozent, während Deutschland im internationalen Vergleich beim Kinderwohl nur einen hinteren Platz erreicht.
Linke fordert schnelle Maßnahmen gegen Kinderarmut
Linken-Fraktionsvize Nicole Gohlke kritisierte im Gespräch mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass ein reiches Land wie Deutschland beim Kinderwohl derart schlecht abschneide und strukturelle Kinderarmut de facto politisch toleriere. Dies sei ein „beschämender Skandal“, sagte Gohlke dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Sie forderte nicht nur die sofortige Verankerung starker, einklagbarer Kinderrechte im Grundgesetz, sondern auch eine grundlegende Neuausrichtung der finanziellen Unterstützung für Kinder. Nötig sei eine „echte, armutsfeste Kindergrundsicherung“ anstelle der bisherigen „politischen Placebos“, sagte Gohlke dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Forderung nach Investitionen in soziale Infrastruktur
Gohlke plädierte gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ für massive und gezielt gesteuerte Investitionen in die soziale Infrastruktur. Diese müssten von gut ausgestatteten Kitas in Brennpunkten bis zur flächendeckenden Gesundheitsversorgung reichen, damit das grundgesetzliche Recht auf ein gutes Aufwachsen nicht länger vom Kontostand der Eltern abhänge.
Unicef-Studie sieht Deutschland nur im Mittelfeld
Laut einer internationalen Vergleichsstudie zum Wohlbefinden von Kindern, die das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Sonntag veröffentlichte, belegt Deutschland nur Platz 25 von insgesamt 37 bewerteten Ländern. In Deutschland stagniere die Kinderarmutsquote seit Jahren bei hohen 15 Prozent, so Unicef. „Alarmierend“ sei Deutschlands Abschneiden im Bereich Bildung, erklärte Unicef in der Studie.
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