Die Ukraine plant, russischen Staatsbürgern auch nach einem Ende des Kriegs mit Russland nur stark eingeschränkt die Einreise zu erlauben. Außenminister Andrij Sybiha erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform, dass strenge Einreisebeschränkungen auch nach einem Konfliktende bestehen bleiben sollen. Zugleich verzeichnet die Ukraine nach Angaben des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen seit Beginn der russischen Invasion einen massiven Bevölkerungsrückgang.
Strikte Visapolitik für russische Staatsbürger
Ukrainische Staatsorgane halten den Zugang für russische Staatsbürger bereits jetzt stark begrenzt. Nach Angaben von Ukrinform ist die Einreise für Russen in die Ukraine derzeit nur mit Sondergenehmigung, Visum und umfassender Überprüfung durch die Sicherheitsbehörden möglich.
Außenminister Andrij Sybiha kündigte an, dass diese strengen Auflagen auch nach dem Konflikt bestehen bleiben sollen. „Es würden auch dann strenge Einreisebeschränkungen gelten“, sagte Sybiha, meldete die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform am Freitagabend.
Keine Erwartung von Massenmigration aus Russland
Der Minister zeigte sich laut Ukrinform zuversichtlich, dass es nach Kriegsende keine Massenmigration aus Russland geben werde. Konkrete Gründe für diese Einschätzung wurden in der Meldung nicht genannt.
Bevölkerungsrückgang seit Kriegsbeginn
Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) beziffert den Bevölkerungsrückgang der Ukraine seit Beginn der russischen Invasion auf rund zehn Millionen Menschen, etwa ein Viertel der Einwohner. Als Ursachen nennt UNFPA die Fluchtbewegung ins Ausland, sinkende Geburtenzahlen sowie eine kriegsbedingt gestiegene Sterblichkeit.
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