FDP-Bundesvorsitzender Wolfgang Kubicki hat den Anspruch formuliert, bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt im September mehr als fünf Prozent der Stimmen zu erreichen. Trotz derzeitiger Umfragewerte von unter drei Prozent für die FDP in dem Bundesland zeigt er sich entschlossen, seine Partei dort zu stärken. Zugleich knüpft er das politische Überleben der FDP an eine Erfolgsfrist von einem Jahr.
Kubicki will „Sachsen-Anhalt noch drehen“
Wolfgang Kubicki, Bundesvorsitzender der FDP, hat sich mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt ein klares Ziel gesetzt. „Ich dokumentiere jetzt einfach mal meinen Anspruch, dass wir Sachsen-Anhalt noch drehen können“, sagte Kubicki dem „Tagesspiegel“ (Samstagsausgabe). Laut Umfragen steht seine Partei dort derzeit bei unter drei Prozent.
Um dieses Ziel zu erreichen, rief der FDP-Politiker seine Partei zu Geschlossenheit auf. Die FDP habe eine Entscheidung getroffen, jetzt müssten alle gemeinsam kämpfen, denn der Gegner stehe draußen und nicht drinnen, so Kubicki.
Frist für das politische Überleben der FDP
Für sein erklärtes Ziel, die FDP stabil über fünf Prozent zu halten, setzte Kubicki sich eine Frist – an die er auch das politische Überleben seiner Partei knüpfte. Wenn es der Partei nicht binnen eines Jahres gelinge, wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor zu werden, und zwar gemeinsam, dann könne man den „Laden abschließen“, sagte Kubicki dem „Tagesspiegel“. „Wir stehen vor Erfolg oder Bedeutungslosigkeit.“
Konfrontativer Kurs gegenüber anderen Parteien
Kubicki kündigte an, in seinem politischen Auftreten weiterhin auf Konfrontation zu setzen. „Ich will nicht geliebt werden – weder von Union, Linken, Grünen noch SPD“, sagte er dem „Tagesspiegel“. „Ich will, dass die FDP wieder respektiert wird – und notfalls auch gefürchtet.“
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