Die Grenzkontrollen zwischen Spanien und der britischen Exklave Gibraltar sind in der Nacht zu Mittwoch beendet worden. Bei der Einreise nach Gibraltar gelten seitdem die Schengen-Regeln. In den kommenden Tagen soll zudem der 1908 errichtete Metallzaun an der Grenze abgebaut werden.
Ende der Grenzkontrollen und Abbau des Metallzauns
Die Grenzkontrollen zwischen Spanien und der britischen Exklave Gibraltar sind am Mittwoch kurz nach Mitternacht beendet worden. Bei der Einreise nach Gibraltar gelten nun die Schengen-Regeln. In den kommenden Tagen soll der 1908 errichtete Metallzaun abgebaut werden.
Abkommen zwischen EU und Vereinigtem Königreich
Zuvor hatten sich die Europäische Union und das Vereinigte Königreich Mitte Juni auf Kernaspekte eines Abkommens in Bezug auf Gibraltar geeinigt. Das zukünftige Abkommen ziele darauf ab, „die Prosperität der gesamten Region zu sichern, indem alle physischen Barrieren, Kontrollen und Überprüfungen von Personen und Waren zwischen Spanien und Gibraltar entfernt werden“, hieß es. Gleichzeitig soll „der Schengen-Raum sowie der EU-Binnenmarkt und die Zollunion erhalten bleiben“.
Regelungen zum Warenverkehr und politische Hintergründe
Im Bereich der Waren einigten sich die Verhandler auf die Grundsätze einer zukünftigen Zollunion zwischen der EU und Gibraltar. Dies umfasst eine enge Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Zollbehörden und die Beseitigung von Warenkontrollen. Spanien erhebt traditionell Anspruch auf das Gebiet, welches seit über 300 Jahren von den Briten kontrolliert wird.
