Ein Gericht auf Mallorca übergibt den Fall Collien Fernandes an deutsche Behörden.
Ein Gericht auf der spanischen Insel Mallorca hat den Fall Collien Fernandes gegen Christian Ulmen an die deutschen Behörden übergeben. Die zuständige Richterin der Kammer für Gewalt gegen Frauen am Amtsgericht Palma entschied, dass die deutschen Behörden besser geeignet seien, die Ermittlungen fortzusetzen. Dies begründet sie damit, dass die wesentlichen Tatsachen des Falles mutmaßlich auf deutschem Staatsgebiet oder über digitale Plattformen, die auf Deutsch veröffentlichen, begangen wurden. Zudem sind die benannten Zeugen deutsche Staatsangehörige, die in Deutschland ansässig sind und Deutsch sprechen.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ulmen weiter
Ursprünglich hatte die Ex-Frau von Christian Ulmen im November 2024 wegen Fake-Profilen Anzeige gegen Unbekannt erstattet, das Verfahren war nach Itzehoe übergeben und nach einem mutmaßlichen Kommunikationsfehler eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe nahm die Ermittlungen jedoch wieder auf und bestätigte im März einen Anfangsverdacht gegen Christian Ulmen wegen Nachstellung. Zuletzt wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Itzehoe die Akten für die Ermittlungen gegen Ulmen an die Staatsanwaltschaft Potsdam übermittelte und das Verfahren abgeben will.
Potsdamer Staatsanwaltschaft übernimmt Verfahren
Grund seien ‚Hinweise auf mögliche Tatorte‘ in Brandenburgs Landeshauptstadt, wie die Berliner Zeitung weiter berichtet. Fernandes hatte im Dezember 2025 auf Mallorca Anzeige gegen Ulmen wegen Identitätsanmaßung, Verletzung von Geheimnissen, öffentlicher Beleidigung, fortgesetzter Misshandlung und schweren Drohungen erstattet. Die Staatsanwaltschaft hatte im März beantragt, dieses Verfahren an die deutschen Behörden abzugeben, was die spanischen Behörden nun umsetzen.
✨ mit KI bearbeitet