Das Bundesverteidigungsministerium erwartet bis 2029 einen Anstieg der Forschungsprojekte, in denen Tiere verwendet oder getötet werden. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, über die die "Rheinische Post" berichtet. Linken-Politikerin Ina Latendorf fordert statt mehr Tierversuchen in der Bundeswehr einen Ausstiegsplan und ein sofortiges Verbot schwerer Tierversuche.
Ministerium begründet Anstieg mit geopolitischer Lage
Das Bundesverteidigungsministerium rechnet in den kommenden Jahren mit einem Anstieg der Projekte, bei denen Tiere verwendet oder getötet werden. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken.
„Aufgrund der hohen Komplexität der Fragestellungen und vor dem Hintergrund der veränderten geopolitischen Lage ist bis zum Jahr 2029 mit einem Anstieg entsprechender Forschungsvorhaben zu rechnen“, schreibt das Ministerium demnach laut „Rheinischer Post“.
Kritik der Linken an Tierversuchen der Bundeswehr
Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Linken, Ina Latendorf, übte Kritik an den Plänen des Ministeriums. Anstatt mehr Tierversuche in der Bundeswehr bräuchte es „einen konkreten gesamtgesellschaftlichen Ausstiegsplan und ein sofortiges Verbot von schweren Tierversuchen“, sagte sie der „Rheinischen Post“. Eine Mehrheit der Bevölkerung stehe Tierversuchen kritisch gegenüber, führte Latendorf aus, wie die Zeitung berichtet.
Zahlen zu Versuchstieren als Verschlusssache
Wie viele Versuchstiere die Bundeswehr in den vergangenen Jahren genutzt hat, geht aus den aktuellen Antworten nicht hervor. Die Bundesregierung hat die Zahlen als Verschlusssache eingestuft. Frühere Antworten zeigen allerdings, dass die Bundeswehr 2019 knapp 400 Versuchstiere nutzte, 2011 waren es mehr als 900 Tiere.
Die Regierung teilte mit, dass die „einschlägigen gesetzlichen Vorgaben zum Tierschutz bei Tierversuchen strikt eingehalten“ würden.
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