Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen das neue bayerische Ladenschlussgesetz eingereicht. Das Gesetz greife die Sonn- und Feiertagsruhe an, so die Begründung. Bereits im Januar 2026 gab es eine Popularklage am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof.
Scharfe Kritik an Deregulierung
Luise Klemens, Verdi-Landesleiterin in Bayern, kritisierte die Deregulierung als „Generalangriff auf die Beschäftigten im bayerischen Einzelhandel, auf deren Familien und auf die Gesellschaft“. Sie wirft der bayerischen Staatsregierung vor, die negativen Auswirkungen auf die Beschäftigten zu ignorieren.
Thomas Gürlebeck, Verdi-Landesfachbereichsleiter für den Handel in Bayern, sagte, die Staatsregierung habe sich mit dem Gesetz zum „Steigbügelhalter der Handelskonzerne“ gemacht. Er warnte vor einem verschärften Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel und kündigte an, Verdi werde sich „mit allen Mitteln gegen dieses rechtswidrige und konzernfreundliche Gesetz wehren“.