Die Vorsitzende des Tourismusausschusses des Bundestages, Anja Karliczek (CDU), warnt angesichts der anhaltenden Energiekrise vor Risiken bei Fernreisen. Während die Kerosinversorgung für gebuchte Flüge in Deutschland nach ihren Angaben derzeit gesichert ist, sieht sie Unsicherheiten insbesondere in anderen Weltregionen.
Warnung vor Risiken bei Fernreisen
Die Vorsitzende des Tourismusausschusses des Bundestages, Anja Karliczek (CDU), sieht Risiken für Fernreisende. Karliczek sagte der „Rheinischen Post“ (Montag), Stand heute sei die Versorgung mit Kerosin in Deutschland und für gebuchte Flugreisen gesichert. „Das sieht in anderen Regionen dieser Welt natürlich etwas anders aus. Hier besteht schon ein Risiko für Urlauber, zum Ziel zu kommen oder wieder nach Hause.“
Niemand wisse zudem, „wie sich die Lage gerade für Fernreisen nach Asien und in den Nahen Osten entwickeln wird. Das sollte jeder genau für sich beobachten“, ergänzte Karliczek in der „Rheinischen Post“.
Chancen für den Deutschlandtourismus
Nach Einschätzung von Karliczek könnte das Reiseland Deutschland von der aktuellen Entwicklung profitieren. Gegenüber der „Rheinischen Post“ sagte sie: „Außerdem können wir sicheres Reisen bieten. Das ist bei einer so unsicheren Weltlage eher ein Pfund für den deutschen Tourismus.“
Europäische Ziele im Fokus
Auf die Frage der „Rheinischen Post“, ob Urlauber lieber in Deutschland bleiben sollten, als nach Mallorca zu fliegen, antwortete Karliczek: „Nein, soweit würde ich nicht gehen. Spanien und Portugal profitieren ja zum Beispiel aktuell von einer erhöhten Nachfrage von Reisenden, die jetzt ihre Fernreisen umbuchen und eher auf europäische Ziele setzen.“
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