Der Dax hat zum Wochenstart zugelegt und ist über die Marke von 25.000 Punkten gestiegen. Zum Xetra-Handelsschluss stand der Leitindex bei 25.139 Zählern und damit 0,6 Prozent höher als am vorherigen Handelstag. Marktbeobachter verweisen jedoch auf zurückhaltende Investoren und anhaltende Unsicherheiten im internationalen Umfeld.
Dax über 25.000 Punkten, aber Anleger bleiben vorsichtig
Zum Wochenauftakt gehörten in der Kursliste vor allem die Aktien von Infineon und Zalando zu den Gewinnern. Unter Druck standen dagegen unter anderem die Papiere von Scout24, der Telekom und von Rheinmetall.
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, sagte zur Entwicklung des Dax: „Noch sehen nur wenige Investoren Gründe, den Dax oberhalb der Marke von 25.000 Punkten zu kaufen.“ Weiter erklärte er: „Kurz vor der anstehenden Sommerpause und wichtigen Konjunktur- und Preisdaten in dieser Woche halten sich viele weiterhin an den Seitenlinien auf und ihr Pulver trocken. Auch wenn sich der Index am Nachmittag etwas von der Marke nach oben absetzen konnte, nachhaltig ist die Bewegung noch nicht. Die Indizes an der Wall Street sind bereits wieder ins Minus gedreht, was die Verteidigung der runden Marke im Dax erneut erschwert.“
Belastungsfaktor geopolitische Unsicherheit
Zu den Belastungsfaktoren zählte Lipkow zufolge auch die angespannte Lage im Nahen Osten: „Zudem schwebt das Damoklesschwert der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiter über den Köpfen der Anleger. Das Hin und Her der vergangenen Wochen hat zu deutlichen Ermüdungserscheinungen bei den Börsianern geführt. Ihnen fällt es immer schwerer, den Fokus auf dieses Thema zu richten. Der Themenkomplex bleibt verworren und wird von vielen Parametern beeinflusst. Auch wenn sich die USA mit dem Iran irgendwann einigen, kann es auf den zahlreichen Nebenkriegsschauplätzen in der Nahostregion immer wieder und jederzeit zu neuen Eskalationen kommen.“
„Diese Unwägbarkeit spiegelte sich zum Start in die neue Handelswoche auch im Dax wider. Die Anleger in Frankfurt achteten und achten auch weiterhin genau auf den Verlauf der Sitzung an der Wall Street. Dort kamen die Investoren feiertagsbedingt aus einem langen Wochenende zurück, und jetzt muss sich zeigen, ob und wie sich die Stimmung in New York seit Donnerstag verändert hat“, sagte Lipkow.
Euro schwächer, Gold fester, Ölpreis unter Druck
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1440 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8741 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte profitieren: Am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.186 US-Dollar gezahlt, ein Plus von 0,6 Prozent. Das entspricht einem Preis von 117,64 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen stark. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 77,41 US-Dollar, das waren 316 Cent oder 3,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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