Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) setzt sich für die Beibehaltung der Rente mit 63 ein. Menschen mit 45 Beitragsjahren müssten davon profitieren, betont er. Gerechtigkeit verlange, dass Lebensleistungen im Rentensystem sichtbar würden.
Forderung nach individuellen Lösungen
"Für mich ist entscheidend, dass wir die jeweilige Lebensleistung von Menschen betrachten" , sagte Lies der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Menschen, die 45 Jahre gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hätten, müssten davon auch profitieren. Es verletze das Gerechtigkeitsempfinden, wenn sich die eigene Lebensleistung im Rentensystem nicht hinreichend widerspiegle, so der Sozialdemokrat.
Trotz Gegenwinds aus einigen Bundesländern ist Lies überzeugt, dass der Vorschlag der Rentenkommission im Kern umgesetzt wird. "Und es kann auch sein, dass am Ende alle in den nächsten Jahrzehnten schrittweise länger arbeiten müssen" , so der Ministerpräsident. Bereits heute müssten viele Menschen länger arbeiten, um ihren Alltag finanziell zu bewältigen.
Er erwarte, dass Bund und Länder gemeinsam an Lösungen arbeiten, die unterschiedliche Lebensleistungen und -realitäten hinreichend berücksichtigen. "Lösungen mit der Gießkanne darf es nicht geben."