Der Dax hat am Donnerstag zugelegt und den Xetra-Handel mit einem Plus von 0,6 Prozent beendet. Während insbesondere SAP-Aktien den Feiertagshandel stützten, zählten Infineon-Papiere zu den größten Verlierern. Parallel dazu gaben Gas- und Ölpreise nach, während sich der Euro zum US-Dollar befestigte.
Am Donnerstag wurde der Dax zum Xetra-Handelsschluss mit 24.945 Punkten berechnet, was einem Anstieg von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss entspricht. Nach einem freundlichen Tagesstart schwankte der Leitindex im grünen Bereich.
SAP-Aktien stützen Feiertagshandel
„Die Investoren stützen sich im Feiertagshandel weiter auf die Aktien von SAP“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. „In den vergangenen Handelsmonaten konnten sich Softwareunternehmen und Cloud-Anbieter der positiven Stimmung an den Aktienmärkten nicht anschließen und gelten derzeit als Nachzügler“, so Lipkow weiter.
Der Fokus liege nach seinen Worten klar auf den eher defensiven Sektoren. „Die Aktien von der Porsche Holding leiden aktuell unter der baldigen Indexumstellung und müssen dann denen von Hochtief weichen“, erklärte der Analyst. „Infineon wird im Fahrwasser von dem US-Konkurrenten Broadcom mitgerissen. Das Unternehmen konnte die Erwartungen der Investoren nicht mehr erfüllen und blieb insbesondere bei der Umsatzentwicklung hinter den Schätzungen zurück.“
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von SAP, FMC und Qiagen an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Infineon-Aktien.
Rückgang bei Gas- und Ölpreisen
Unterdessen sank der Gaspreis geringfügig: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juli kostete 49 Euro. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis sank ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 95,04 US-Dollar, das waren 277 Cent oder 2,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Euro legt zum US-Dollar zu
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1626 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8601 Euro zu haben.
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