Mehrere große deutsche Stahlhersteller haben ihre Produktion wegen massiver Störungen im Güterverkehr der Deutschen Bahn bereits gedrosselt. Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe) können die Werke derzeit nicht zuverlässig mit Rohstoffen versorgt werden. Baustellen im norddeutschen Schienennetz verzögern demnach die Anlieferung wichtiger Transporte. Die Unternehmen warnen vor weiteren Einschnitten und volkswirtschaftlichen Schäden.
Baustellen behindern Rohstoffversorgung
Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe) behindern Baustellen an wichtigen Bahnstrecken in Norddeutschland die Versorgung großer Stahlwerke durch Güterzüge. Ein Sprecher des Stahlkonzerns Salzgitter AG aus Niedersachsen sagte der Zeitung, wegen der Störungen bei Güterzügen habe man die Hochofenproduktion bereits drosseln müssen. Salzgitter, Deutschlands drittgrößter Stahlhersteller, erhält Eisenerz, Kohle und Schrott per Güterzug.
„Sollte sich die Situation nicht kurzfristig verbessern, sehen wir uns gezwungen, weitere Produktionsdrosselungen vorzunehmen“, sagte der Sprecher der Zeitung „Süddeutsche Zeitung“ (Freitagausgabe). Kurzfristig wirksame Verbesserungen seien bislang leider nicht erkennbar, ergänzte er gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe). Die Störungen verursachten bei dem Konzern massive Kosten und für Deutschland „inzwischen auch spürbare volkswirtschaftliche Schäden“.
Produktionskürzungen auch bei Arcelor-Mittal
Auch der Stahlkonzern Arcelor-Mittal, der Stahlwerke in Hamburg, Bremen und Eisenhüttenstadt betreibt, ist nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe) betroffen. Beim Werk in Brandenburg sei es bereits zu ersten Produktionskürzungen gekommen, weil nicht genug Eisenerz angeliefert worden sei, sagte ein Sprecher der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe).
Kritik an Prioritätensetzung der Deutschen Bahn
Ursache der Engpässe sei nach Darstellung des Sprechers das anhaltende Baustellenchaos im norddeutschen Schienennetz und die Tatsache, dass die Deutsche Bahn diesen Güterzügen zu wenig Priorität einräume, ergänzte er in der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe). Der Staatskonzern habe die Lage nicht ausreichend unter Kontrolle und keinen erkennbaren Plan, um eine stabile Versorgung schnell wieder sicherzustellen, zitierte ihn die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitagausgabe).
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