Im Jahr 2025 starben weltweit 350 Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen bei Einsätzen. Die Aid Worker Security Database verzeichnet damit die zweithöchste Zahl seit 1997. Besonders betroffen sind der Gaza-Streifen und der Sudan.
Höchste Gefahren in Gaza und Sudan
Im Gaza-Streifen kamen 2025 laut den Daten 186 Helfer ums Leben – als Folge des Terrorangriffs der islamistischen Hamas und der israelischen Reaktion im Vorjahr. Im Sudan, wo seit April 2023 ein Bürgerkrieg tobt, der als größte humanitäre Katastrophe gilt, starben 71 humanitäre Helfer.
Mehr als 99 Prozent der Getöteten sind lokale Einsatzkräfte.
Boris Breyer, Sprecher der SOS-Kinderdörfer, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Auch 2025 waren humanitäre Helferinnen und Helfer in vielen Ländern großen Gefahren ausgesetzt. Sie arbeiten oft unermüdlich und bis an den Rand der Erschöpfung. Das verdient größten Respekt und mehr Schutz.“
Er betonte, dass diese Menschen trotz massiver Belastung in schlimmsten Situationen die "Fahne der Menschlichkeit" hochhielten. Humanitäre Helfer seien eigentlich durch das Humanitäre Völkerrecht geschützt, doch in der Praxis seien sie immer wieder Angriffen ausgesetzt. Das sei ein nicht hinnehmbarer Zustand, der enden müsse.
2024 waren es 387 Tote, 2013 noch 159. Für 2026 verzeichnet die Datenbank bisher 83 Todesopfer.