Der Dax hat am Donnerstag seine Gewinne aus dem frühen Handel bis zur Mittagszeit ausgebaut und damit die freundliche Tendenz an den Aktienmärkten bestätigt. Gestützt wurde die Stimmung vor allem von positiv aufgenommenen Quartalszahlen des US-Chipkonzerns Micron Technology, die nach Einschätzung von Marktbeobachtern eine drohende Korrektur vorerst abgewendet haben.
Dax legt zu, zyklische Werte gefragt
Zur Mittagszeit gegen 12:30 Uhr notierte der Dax bei rund 24.915 Punkten und damit 0,7 Prozent höher als am Vortagesschluss. Aktien aus zyklischen Branchen standen besonders im Fokus der Investoren. Titel von Infineon setzten sich an die Spitze der Kursliste. Auch die Papiere der Autobauer gehörten zu den Gewinnern und wurden von Werten aus Chemie und Industrie flankiert.
Micron-Zahlen sorgen für Erleichterung
„Die Stimmung an der Börse hat sich in den vergangenen 24 Stunden aufgehellt und man konnte deutlich den Erleichterungsseufzer der Anleger nach den Quartalszahlen von Micron Technology vernehmen“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow das Handelsgeschehen (Quelle: dts Nachrichtenagentur). Der Markt habe sich seinen Worten zufolge in einem kritischen Stadium befunden, Micron hätte ein weiterer Dominostein für eine größere Korrektur sein können. „Dann aber überraschten Zahlen und vor allem Ausblick deutlich positiv und so fallen vorerst keine weiteren Steine um“, so Lipkow (Quelle: dts Nachrichtenagentur).
Auch mit Blick auf die Sektorentwicklung hob Lipkow die Bedeutung der Micron-Zahlen hervor. „Die Zahlen von Micron haben eine Signalwirkung, die dafür sorgt, dass zwar vordergründig das Geld weiter in den Tech-Sektor fließen dürfte, dies aber auch Abstrahleffekte auf andere zyklische Sektoren hervorrufen kann“, sagte Lipkow (Quelle: dts Nachrichtenagentur).
Gewinne auch in London – Euro etwas schwächer
Der FTSE 100 notierte mit 10.492 Punkten ebenfalls in der Gewinnzone. Das sich aufhellende Verbrauchervertrauen macht den Investoren Mut und verstärkt das Interesse an britischen Aktien. Im Blickpunkt standen die Aktien der Erdölkonzerne BP und Shell, bei denen angesichts scheinbar erfolgreich verlaufender Gespräche zwischen den USA und dem Iran die Neigung zu Gewinnmitnahmen anhält und damit den Index belastet. Zugpferd im FTSE waren die Aktien der 3I Group, die von einem Update zur größten Portfolio-Beteiligung Action profitierten.
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1351 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8810 Euro zu haben.
